Schweinfurt

Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt verliehen

Zur Verleihung der Ehrenurkunde im Landratsamt (von links) kamen Landrat Florian Töpper, stellvertretende Landrätin Bettina Bärmann, Bernhard Weiler, Peter Kuhn, stellvertretende Landrätin Christine Bender und Klaus Hofmann zusammen.
Foto: Uta Baumann | Zur Verleihung der Ehrenurkunde im Landratsamt (von links) kamen Landrat Florian Töpper, stellvertretende Landrätin Bettina Bärmann, Bernhard Weiler, Peter Kuhn, stellvertretende Landrätin Christine Bender und Klaus ...

Der Landkreis Schweinfurt hat mit Klaus Hofmann (Mühlhausen-Werneck), Bernhard Weiler (Fuchsstadt-Stadtlauringen) und Peter Kuhn (Oberwerrn-Niederwerrn) drei neue Inhaber der Ehrenurkunde des Landkreises. Landrat Florian Töpper überreichte gemeinsam mit seinen beiden Stellvertreterinnen Bettina Bärmann und Christine Bender den drei neuen Würdenträgern die Ehrenurkunde im Rahmen einer kleinen, an die allgemein geltenden Hygienemaßnahmen angepassten Feierstunde im Landratsamt Schweinfurt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Klaus Hofmann arbeitet seit mehr als dreißig Jahren an der Aufarbeitung der regionalen Geschichte während des Nationalsozialismus. Besonderes Augenmerk legt er hierbei auf die Geschichte der rund 10 000 in Schweinfurt in der Zeit von 1943 bis 1945 arbeitenden Zwangsarbeiterinnen und -Arbeiter sowie den Opfern der Euthanasie aus der Heil- und Pflegeanstalt Werneck, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Ebenso referiert er regelmäßig in Vorträgen an Schulen oder präsentiert in Führungen durch Schweinfurt die Ergebnisse seiner regionalen Forschungsarbeit. Dabei erfolgen sämtliche Unternehmungen und Angebote laut Pressemitteilung rein ehrenamtlich. Dank des Einsatzes der Initiative, des Einsatzes von Hofmann sowie der finanziellen Unterstützung durch Spenden konnte demnach beispielsweise auch erreicht werden, dass der Gedenkort in der Stadt, der an die durch die Nazis vernichtete jüdische Gemeinde erinnert, völlig neu und würdig gestaltet wurde.

Darüber hinaus hat Hofmann maßgeblichen Anteil an der inhaltlichen Gestaltung der Arbeit der Wernecker Menschenrechtsinitiative "Pax´s an", deren Sprecher er ebenfalls ist, wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist. Jährlich werden Gedenkfeiern zur Erinnerung an die Opfer der Euthanasie aus der Heil- und Pflegeanstalt Werneck im Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck organisiert.

Engagement in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist das Leben von Bernhard Weiler. Laut Pressemitteilung engagiert er sich seit Jahrzehnten regional wie überregional in zahlreichen Ämtern und Funktionen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Weiler war von 2002 bis 2007 stellvertretender Bezirkspräsident und anschließend, von 2007 bis 2017, Bezirkspräsident des BBV, Bezirksverband Unterfranken. Zeitgleich übernahm er als "Waldpräsident" auch den Vorsitz im Landesfachausschuss für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse im BBV.

Lokal war Weiler außerdem zwanzig Jahre im Kreisvorstand Schweinfurt aktiv. Seit nunmehr 44 Jahren ist Weiler zudem BBV-Obmann seines Wohnorts Fuchsstadt bei Stadtlauringen. Er war laut Pressemitteilung unter anderem Mitglied im Beirat des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung, Mitglied im forstlichen Beirat beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Waldbesitzerverbands oder stellvertretender Vorsitzender im Verein Bayerische Waldbauernschule e. V. Zudem war er im Vorstand der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. 24 Jahre war er zudem Marktgemeinderatsmitglied in Stadtlauringen und somit auch kommunalpolitisch – unter anderem von 1993 bis 2002 als dritter Bürgermeister – aktiv.

Der Weg zum Fasching

Der Name Peter Kuhn ist den Freunden der fünften Jahreszeit bis weit über die Grenzen des Landkreises Schweinfurt hinaus ein fester Begriff, heißt es in der Pressemitteilung. Seine Wurzeln hat Peter Kuhn in der Jungen Oberwerrner Bühne ("JOB"). Bis 1998 noch als Schauspieler und Co-Regisseur der "JOB", übernahm er fortan die Regie- und Produktionsleitung und steht dem Verein als erster Vorsitzender vor.

Ein Zufall sollte Peter Kuhn dann schließlich zu Beginn der 1990er Jahre auch zum Fasching bringen. Kuhn wurde in der Kult-Sendung des bayerischen Rundfunks "Fastnacht in Franken" engagiert, wo er seither ununterbrochen Jahr für Jahr ein Millionenpublikum begeistert. 2009 erhielt er laut Pressemitteilung mit dem "Till von Franken" die höchste Auszeichnung des Fastnachtsverbandes Franken. Auch den Nachwuchs führt Kuhn in Büttenreden-Workshops mit Tipps und Kniffen an die Bühne heran.  

Die Ehrenurkunde entspricht einer Art Ehrenbürgerschaft des Landkreises, die Zahl ihrer lebenden Inhaberinnen und Inhaber ist auf 100 begrenzt, aktuell sind es 85 Persönlichkeiten. Über die Auszeichnung entscheidet alljährlich der Kreisausschuss.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Schweinfurt und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Schweinfurt
Bettina Bärmann
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Christine Bender
Fastnacht in Franken
Florian Töpper
Franken (Bayern)
Landwirtschaft
Mitglieder
Peter Kuhn
Psychiatrie
Psychotherapie
Schloss Werneck
Sterbehilfe
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!