Niederwerrn

Ein DenkOrt auch für Niederwerrn

Auch Niederwerrn will sich am Gedenken des Würzburger Vereins "DenkOrt Deportationen 1941 bis 1944" beteiligen. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat.

Der bisherige Vereinsname lautete "DenkOrt Aumühle e.V.", benannt nach dem Güterbahnhof, von dem die meisten unterfränkischen Juden in die Todeslager und Ghettos des besetzten Osteuropas verschleppt worden sind, ab Herbst 1941. Ein Mahnmal soll an die 1800 Genozid-Opfer aus dem Bezirk erinnern, mit je einem symbolischen Gepäckstück im Heimatort und am zentralen DenkOrt. Das Deportations-Mahnmal soll nach der neuesten Planung vor dem Würzburger Hauptbahnhof entstehen, aufgrund eines Umbaus am Bahnhof Aumühle. 53 Gemeinden hätten Interesse angemeldet, so Bürgermeisterin Bettina Bärmann: "Die meisten haben sich für Koffer entschieden."

An der Gemeindebibliothek auf dem Löb-Kent-Platz könnte auch ein Rucksack oder eine Deckenrolle stehen. Der Verein hat sich mit einem Brief an die Gemeinde gewandt. Die Stadt Würzburg, das Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte sowie weitere Experten und "Erinnerungsarbeiter" sind am Projekt beteiligt, darunter auch Josef Schuster als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Würzburg.

Er sei in Gerolzhofen dabei gewesen, als ein Metall-Koffer aufgestellt wurde, berichtete Vizebürgermeister Thomas Wohlfahrt. Es sei "sehr würdevoll" gewesen. Auch Florian Negwer fand die Aktion unterstützenswert. Es sollte aber möglichst ein Künstler mit Niederwerrn-Bezug beauftragt werden.

Bereitgestellt werden gemäß einstimmigem Beschluss 1500 Euro, die Differenz zu den tatsächlichen Kosten soll an den Verein gespendet werden. Ein Denkmal-Koffer könnte mit rund 500 Euro zu Buche schlagen.  

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