Gochsheim

Ein DenkOrt für Gochsheim

Die Gemeinde wird ebenso wie viele andere unterfränkische Kommunen an dem Erinnerungsort "DenkOrt" vor dem Würzburger Hauptbahnhof teilhaben. Von dort waren im zweiten Weltkrieg jüdische Mitbürger auch aus Gochsheim deportiert und in den Tod geschickt worden.

Der Gemeinderat zeigte sich dankbar über einen entsprechenden Antrag und gab bei einem örtlichen Bildhauer zwei Koffer aus Stein in Auftrag. Ein Koffer wird in Würzburg an die Schicksale der Gochsheimer Juden erinnern. Der zweite bekomme einen würdigen Platz in Gochsheim, sagte Bürgermeister Manuel Kneuer. Es solle ein "Platz mit Außenwirkung" sein.

In der vergangenen Sitzung konnte das Gremium einen von Mandy Tirok und Klaus Wörner vorgelegten Bürgerantrag "Wertstoffhof der Gemeinde, für ein wirklich schönes Gochsheim" nicht abschließend behandeln. Den Grund nannte Kneuer: Für einen Bürgerantrag müssten ein Prozent der Einwohner unterschreiben. Da auch die Zweitwohnsitze eingerechnet würden, hätten sich 68 Unterschriften auf der Liste befinden müssen. Tatsächlich war der Antrag aber nur mit 63 gültigen Unterschriften versehen.

Kneuer schlug vor, den Bürgerantrag als Antrag nach Artikel 56, Absatz 3 der Gemeindeordnung zu behandeln, was von den Fraktionen einhellig befürwortet wurde. Der Antrag wird so in einer der nächsten Sitzungen auf die Tagesordnung gesetzt.

Ein Antrag der CSU/Freie Bürger-Fraktion auf Errichtung von Photovoltaikanlagen (PV) wurde in den Umweltausschuss verschoben. Kneuer wies darauf hin, dass im Gemeindeteil Weyer bereits zwei Freiflächen-PV geplant seien. Darüber hinaus kämen Anlagen auf den Dächern von gemeindlichen Immobilien in Betracht. Der Bürgermeister benannte die Grundschule nach Durchführung der energetischen Sanierung und eventuell das Dach der Parkscheune am kleinen Plan.

Zudem könne der Betriebsstrom der Entwässerungseinrichtung in Weyer mittels einer PV-Anlage produziert werden. Das Gremium folgte seinem Vorschlag, den Antrag zur Detailprüfung und Umsetzung der vorgeschlagenen Projekte in den Umweltausschuss zu geben. Nicht beabsichtigt ist die gemeindliche Förderung von privaten PV-Anlagen. Kneuer führte aus, dass Photovoltaikstrom inzwischen auch ohne Zuschüsse wirtschaftlich produziert werden könne.

Positiv beschieden wurden Zuschussanträge: Maximal 4000 Euro erhält der Heimat- und Volkstrachtenverein Gochsheim zur Unterstützung der Sanierung des Vereinsheims; der Musikverein Gochsheim-Weyer bekommt eine Unterstützung von 800 Euro für die Beschaffung von Musikinstrumenten und die Vervollständigung der Trachten.

Die Gemeinde wird schließlich auch den Ferienpass der Stadt Schweinfurt für Gochsheimer Kinder und Jugendliche bezuschussen. Ein Drittel oder 20 Euro übernimmt das Rathaus, wo der Ferienpass auch beantragt werden kann.

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