Niederwerrn

Einnahmenplus dank Ankerzentrum

In Coronazeiten hat die erste Finanzausschuss-Sitzung des Jahres fast schon die Funktion eines kleinen Neujahrsempfangs. "Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen Frieden", sagte Kämmerer Andreas Harth zur Begrüßung im Ratssaal. "Ich glaube, das brauchen wir". Im Gepäck hatte die Finanzverwaltung den letzten Entwurf des Haushalts 2022, der demnächst dem Gemeinderat vorgelegt werden wird.

Zumindest bei den Haushaltszahlen geht es an der Wern friedlich zu. Martin Pensel fragte nach der Haushaltsstelle "Neujahrsempfang". Den gebe es derzeit ja eigentlich nicht. Bürgermeisterin Bettina Bärmann kann sich eine ähnliche Veranstaltung im Sommer vorstellen, für "Feedback und Kontakte". Gerade für die neu gewählten Gemeinderäte wäre ein solches Treffen sinnvoll. 

Ersparnisse schmelzen dahin

Im Verwaltungshaushalt greift die Kommune auf Einnahmen von 14,7 Millionen Euro zurück, denen Ausgaben von etwas über 14 Millionen Euro gegenüberstehen. Entsprechend werden dem Vermögenshaushalt 689 000 Euro zugeführt. 3,8 Millionen Euro sollen aus den Rücklagen finanziert werden, so dass im Vermögenshaushalt knapp 5,7 Millionen Euro liegen werden.

Das drastische Abschmelzen der Ersparnisse war schon seit längerem angekündigt. Aktuell soll der Inhalt des Sparsäckels von 11, 7 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 7,9 Millionen Euro Ende diesen Jahres schrumpfen. Im Jahr 2025 wird laut Planung mit rund 800 000 Euro der Tiefstand erreicht sein.

Schulsanierung wird teuer

Die Gestaltung der Neuen Mitte bringt gestaffelte Kosten mit sich, die Umsetzung startet 2022 mit Maßnahmen im Gegenwert von zwei Millionen Euro. Erhofft werden künftig 50 bis 60 Prozent Förderung. Richtig teuer wird die elf Millionen Euro umfassende Sanierung mit Teilneubau der Schule. Die Planung beginnt in diesem Jahr, ab 2023 soll gebaut werden. Zur Gegenfinanzierung könnte 2025 ein Darlehen von sieben Millionen Euro nötig werden.

Dennoch erwartet Harth in den kommenden Jahren keine wirklich dramatische Entwicklung beim Zahlenwerk: "Es fühlt sich für mich gut an", sagte der Finanzverwalter auf Nachfrage von Roland Fick. Den Einnahmenschwund, etwa durch Kurzarbeit, hat die Gemeinde bereits 2020 gespürt, seitdem hat sich aus Sicht der Kämmerei nicht mehr allzu viel geändert.

Wenig, aber stabiles Gewerbe

Die Gemeinde habe relativ wenig, aber dafür stabiles Gewerbe, sagte Harth. Man agiere vorsichtig und defensiv. Die Schlüsselzuweisungen sind sogar um 500 000 Euro gestiegen, Niederwerrn profitiere da von den zusätzlichen Einwohnern in den Conn Barracks, stellte der Kämmerer fest: "Das Ankerzentrum wird uns erhalten bleiben." Die Asyleinrichtung sei momentan voll mit Flüchtlingen belegt, bestätigte Bärmann: "Die politische Lage wird sich so schnell nicht ändern."

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