Schwanfeld

Es geht voran in Schwanfeld

Schwanfeld hat einiges vor - das zeigte der Finanzplan, den Kämmerin Marliese Hofmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte. Im Blick auf Corona wurde bei der Kalkulation des Haushaltes die unabsehbaren finanziellen Auswirkungen der Pandemie berücksichtigt und die zu erwartenden Einnahmen angepasst.

So beträgt der Ansatz im Verwaltungshaushalt fast vier Millionen, im Vermögenshaushalt gut 3,5 Millionen Euro. Kreditaufnahmen sind nicht geplant, so reduziert sich der Schuldenstand bis Dezember erneut mit einer Pro Kopf-Verschuldung von knapp 46 Euro.

Finanzspanne von 31 150 Euro

Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt 2020 wird mit 44 450 Euro veranschlagt und so bleibt eine freie Finanzspanne von lediglich 31 150 Euro. Die größten Ausgaben entfallen auf die Kreisumlage mit 726 000 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 390 000  und die Schulverbandsumlagen mit insgesamt 153 200 Euro.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B und die Gewerbesteuer bleiben unverändert und der Höchstbetrag der Kassenkredite wurde auf 300 000 Euro festgesetzt. Für 2020 sind einige Projekte geplant, wie Wohnbauförderung mit Grunderwerb, Straßenausbau, Nachrüstung der Kläranlage, Friedhofsumgestaltung (Baumgräber) und die Sanierung von Wasserleitungen in der Juttastraße. Fertig ist die Dorferneuerung "Platz für Jung und Alt".

Weitere Defizite erwartet

Weitere beträchtliche Investitionen stehen für die Folgejahre auf dem Plan: Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Bauhofes, sowie einer Kinderkrippe, Zuschüsse für die geplanten Sanierungen der Grundschule und des Kindergartens mit Anbau, diverse Straßen- und Kanalbaumaßnahmen, Platzneugestaltungen und die Sanierung der Wasserversorgung.

Dazu informierte die Kämmerin, dass trotz bereits erhöhter Gebühren für die kostenrechnenden Einrichtungen der Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung nach sorgfältigen Schätzungen weiter Defizite erwartet werden und nun geprüft wird, ob eine Unterbrechung des Kalkulationszeitraumes erforderlich wird. Und für die Ausweisung des neuen Baugebietes "Röthen Nord 2" werden außerordentliche Investitionen für die Übernahme der Honorarkosten an den Erschließungsträger nötig.

Beratung mit dem Landratsamt

Im Finanzplanungszeitraum bis 2024 sind die geplanten Investitionen nur mit der Rücklagenentnahme (bis auf die vorgeschriebene Mindestrücklage) und Kreditaufnahmen zu stemmen, wie Hofmann erläuterte und so müssen aus Sicht der Verwaltung nachhaltige ertragskraftstärkende Maßnahmen wie Einnahmeerhöhungen, aber auch Ausgabesenkungen im Verwaltungshaushalt ergriffen werden. Abschließend votierte das Gremium einstimmig für die Verabschiedung der Haushaltssatzung mit Haushalt- und Stellenplan 2020 und die vorgelegte Finanzplanung bis 2024.

In Zusammenhang mit den geplanten Großprojekten informierte Bürgermeisterin Lisa Krein anschließend über einen Begehungstermin in punkto Neubau Feuerwehrgerätehaus und Bauhof. Wie Feuerwehrkommandant und Gemeinderat Christian Bauer resümierte "ein sehr positives" erstes Gespräch mit allen Planungsbeteiligten, auf das wohl nun bis Oktober, so Krein, die Entwurfsplanung in Vorberatung mit dem Landratsamt folgen soll.

Neubau der Kinderkrippe

Zeitnah wird auch der Neubau der Kinderkrippe angestoßen, die sich baulich auf gemeindeeigenem Grund befinden, im Eigentum der Gemeinde bleiben und dem Betreiber durch einen langfristigen Mietvertrag zur Verfügung gestellt werden soll. Vorschläge, die laut Krein, vom Pfarrgemeinderat wohlwollend aufgenommen wurden.

Ein erstes Gespräch mit dem Bauamt der Diözese ist für August geplant. Die Bürgermeisterin hat vorab bereits die beteiligten Ämter über die Planungen informiert. Von dort wurde Zustimmung signalisiert und auch ein potentielles Ausweichquartier ist bereits gefunden: Die alte Gemeindeschule, die aber vorab zumindest baulich erneuert, gegebenenfalls saniert wird.

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