Sulzheim

Feuerwerk wird teuer

Die Genehmigung für das Zünden von Feuerwerkskörpern bei Feiern im Sulzheimer Schloss kostet ab sofort 300 Euro. Ab 22 Uhr ist Nachtruhe angesagt.
Foto: Peter Pfannes | Die Genehmigung für das Zünden von Feuerwerkskörpern bei Feiern im Sulzheimer Schloss kostet ab sofort 300 Euro. Ab 22 Uhr ist Nachtruhe angesagt.

Die Genehmigung für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern kostet in Sulzheim künftig 300 Euro. Bisher mussten Hochzeits- und Geburtstagsgäste, die im Schloss ihre Party veranstalteten, nur 30 Euro für die Böllererlaubnis bezahlen.

Hintergrund des einstimmig gefassten Beschlusses im Gemeinderat waren Beschwerden aus der Bevölkerung wegen des Lärms, vor allem zur Nachtzeit. Weil ein grundsätzliches Verbot der Feuerwerke laut Bürgermeister Jürgen Franz Schwab nicht möglich ist, wurde jetzt die Gebühr für die Genehmigung drastisch erhöht. Die Feuerwerke müssen außerdem bis 22 Uhr abgebrannt sein.

Damit die Bewohner der Ortskerne nicht vermehrt in die Siedlungsgebiete abwandern und somit die Altorte immer mehr veröden, fördert die Gemeinde Sulzheim ab März Investitionen von dort lebenden Privatleuten.

In ihrer Sitzung am Montag verabschiedeten die Mitglieder des Gemeinderats einstimmig die neue Richtlinie zur Förderung der Innenentwicklung in den vier Gemeindeteilen Alitzheim, Mönchstockheim, Sulzheim und Vögnitz.

Die Gemeinde hilft den Bauherren mit finanziellen Zuschüssen bei der Schaffung neuer Bausubstanz. Geld gibt es auch für Sanierungsmaßnahmen, mit denen erhaltenswerte Gebäude in der Großgemeinde modernisiert werden. Bezuschusst werden ferner Projekte, die vorhandene Baulücken schließen.

„Einige sanierungswillige Bauherren stehen bereits in den Startlöchern“, antwortete Bürgermeister Schwab auf die skeptische Frage von Christian Schäfer. Das Gemeindeoberhaupt freute sich, dass die vom Geschäftsführer der Region Main-Steigerwald, Sebastian Restetzki, ausgearbeitete Richtlinie jetzt verabschiedet wurde, nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach über den Geltungsbereich der Bestimmung diskutiert worden war. Letztlich war sich das Ratsgremium einig in der Frage der Grenzen.

Siedlungsgebiete gehören in der Endversion der Richtlinie nicht mehr zum Fördergebiet. Die Grenzen der Altortbereiche übernahmen die Räte von den Festlegungen für die Dorferneuerung.

Schwab machte darauf aufmerksam, dass jeder Förderantrag eine Einzelentscheidung erfordert. Die Bewilligung von Zuwendungen sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde. Die Höhe der Fördersätze wurde klar definiert. Zehn Prozent beträgt der kommunale Zuschuss, wenn sich die Maßnahmen auch auf den Außenbereich auswirken. Fünf Prozent gibt es auf die Investitionskosten, wenn die Maßnahme nur im Innenbereich sichtbar ist.

Um die Förderung überhaupt zu erhalten müssen Bauherren mindestens 30 000 Euro investieren. Pro Anwesen gibt es allerdings höchstens 15 000 Euro Zuschuss. Wer investiert sollte mit dem Baubeginn die Genehmigung der Gemeinde abwarten, sonst gibt es keine finanzielle Unterstützung. Ein vorzeitiger Baubeginn ist also nicht möglich.

Die Richtlinie hat Gemeinderat Rainer Fuchs bereits auf die Internetseite der Gemeinde gestellt. Nachzulesen sind Details unter www.sulzheim.de in den Rubriken „Wohnen“ und „Innenentwicklung“.

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