Alitzheim

Firmung: Salbung mit Wattestäbchen

Firmung unter Corona-Bedingungen: Die Handlauflegung muss unterbleiben, die Salbung mit Chrisam erfolgt mit einem Wattestäbchen.
Foto: Erhard Scholl | Firmung unter Corona-Bedingungen: Die Handlauflegung muss unterbleiben, die Salbung mit Chrisam erfolgt mit einem Wattestäbchen.

Mit der Situation der Jünger nach Ostern verglich Weihbischof Ulrich Boom zum Beginn des Firmgottesdienstes in Der St.Martinskirche zu Alitzheim die aktuelle Situation der Pandemie: "Wie geht das Leben weiter", fragten die Jünger damals, als im Abendmahlsaal die Verurteilung und der Tod Jesu bevorstand. So fragen sich viele von uns auch heute: "Wie geht das Leben weiter ?" "Der Gruß Jesu nach seiner Auferstehung an seine Jünger ,Der Friede sei mit Euch' – dieser Zuspruch Jesu gilt auch Euch, die ihr heute das Sakrament der Firmung empfangt und uns allen".

Pfarrer Thomas Amrehn dankte allen, die bei der Vorbereitung der Firmlinge auf den Empfang der Firmung mitgewirkt hatten. Mit verschiedenen Aktionen wie dem Verkauf des Solibrotes und den Treffen, bei denen man sich mit der Bedeutung des Glaubens für das eigene Leben und die Bedeutung des Firmsakraments auseinandergesetzt hatte, hatten sich die Jugendlichen bei ihren Treffen auseinandergesetzt.

Pfarrer Andreas Engert hatte den Weihbischof begrüßt, ebenso die Firmlinge, ihre Eltern, die Paten und die nächsten Angehörigen aus der Pfarreiengemeinschaft Marienhain und der Pfarrei Unterspiesheim-Oberspiesheim-Gernach. Er wies auf die coronabedingte besondere Situation hin, die es leider nötig machte, auf die Abstände zu achten, FFP-2 Masken zu tragen, und die den gemeinsamen Gesang auch nicht erlaubt. Vertreter der Firmlinge begrüßten den Weihbischof ebenfalls mit eigenen Willkommensworten.

Vertreter der Firmlinge begrüßen den Weihbischof, die Eltern, Geschwister, Paten und Verwandte.
Foto: Erhard Scholl | Vertreter der Firmlinge begrüßen den Weihbischof, die Eltern, Geschwister, Paten und Verwandte.

Die Band "Lebenszeichen", deren Mitglieder aus der Gemeinde Sulzheim kommen, umrahmte den Gottesdienst musikalisch. Ihre Lieder und ihr Gesang sorgten für eine gute Atmosphäre. "schade, dass man nicht mitsingen konnte", war nach dem Gottesdienst zu hören.

Boom nimmt Bezug auf Corona

In seiner Predigt nahm der Weihbischof noch einmal auf Corona Bezug. Er wies darauf hin, dass es uns – bei all den Schwierigkeiten und Problemen mit Kurzarbeit, Schließung der Restaurants, Home-office und Distanzunterricht vergleichsweise gut gehe: Wenn man beispielsweise nach Indien schaue, herrschten dort im Vergleich zu unserem Land katastrophale Zustände.

"Der auferstandene Jesus zeigt uns, dass Gott stärker ist als alle Widrigkeiten des Lebens" - so der Weihbischof. In der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten werde in der Apostelgeschichte darüber berichtet, wie sich der Glaube an den auferstandenen Jesus ausbreitet in Jerusalem, nach Ephesus, Milet, den damaligen Metropolen und schließlich nach Rom, dem Machtzentrum der damaligen Welt. Die Botschaft Jesu, dass Geld und Anhäufung von Besitz nicht glücklich mache, sondern dass es darauf ankomme, miteinander solidarisch zu sein, die Gemeinschaft zu pflegen, überzeugte. Der Glaube der Christen, dass Gott immer für uns da ist, und wir auf das Leben nach dem Tod hoffen dürfen, gab den Menschen damals Halt und Trost. "Diese Zusage gilt Euch, den Firmlingen auch heute, am Tag eurer Firmung in besonderer Weise".

Vertreter der Firmlinge tragen die Fürbitten vor: sie bitten für sich, richten den Blick aber auch auf die Not in der Welt
Foto: Erhard Scholl | Vertreter der Firmlinge tragen die Fürbitten vor: sie bitten für sich, richten den Blick aber auch auf die Not in der Welt

Salbung mit Wättestäbchen

Der Weihbischof wandte sich auch an die Eltern: "ihr müsst keine Angst um eure Kinder haben. Wir sind alle in Gottes Hand  - auch wenn es ganz schlimm kommt." Coronabedingt wurde anstelle der sonst für jeden Firmling eigens vorgesehene Auflegung der Hände durch den Bischof für alle Firmlinge gemeinsam um den Segen Gottes auf ihrem weiteren Lebensweg gebetet, die Salbung mit Chrisam wurde jeweils mit einem Wattestäbchen vorgenommen. Die Fürbitten wurden von Firmlingen aus den beteiligten Pfarreien vorgetragen.

Vertreter der Firmlinge tragen die Fürbitten vor: sie bitten für sich, richten den Blick aber auch auf die Not in der Welt
Foto: Erhard Scholl | Vertreter der Firmlinge tragen die Fürbitten vor: sie bitten für sich, richten den Blick aber auch auf die Not in der Welt

Zum Schluss des Gottesdienstes wünschte der Weihbischof den Firmlingen, ihren Eltern, Geschwistern und Angehörigen Gottes Segen für ihren weiteren Glaubensweg. Er appellierte an sie, so wir Christus unser Brot geworden ist, auch für andere zum Brot zu werden, in der konkreten Welt, die unser Lebensumfeld ausmacht. "Gott gebe Euch seinen Segen, dass Euer Leben gelingt."

Weihbischof Ulrich Boom erbittet den Segen für die Jugendlichen, die das Sakrament der Firmung empfangen für ihren weiteren Lebensweg. Im Hintergrund Pfarrer Thomas Amrehn und Pfarrer Andreas Engert
Foto: Erhard Scholl | Weihbischof Ulrich Boom erbittet den Segen für die Jugendlichen, die das Sakrament der Firmung empfangen für ihren weiteren Lebensweg. Im Hintergrund Pfarrer Thomas Amrehn und Pfarrer Andreas Engert
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