Schweinfurt

Freie Wähler sind enttäuscht

Die Art und Weise, wie das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verabschiedet wurde, hat die Freien Wähler im Landkreis Schweinfurt enttäuscht. In einer Pressemitteilung schreiben sie, die die von mehreren Kommunalpolitikern pauschale Kritik an dem bayerischen Wirtschaftsminister Aiwanger sei zumindest in Teilen ungerechtfertigt und trage zu einer Polarisierung der Bürger unserer Region bei.

Die Freien Wähler fordern eine Rückkehr zu mehr Sachlichkeit im gemeinsamen Bestreben zur größtmöglichen Entlastung unserer Region im Rahmen der Energiewende, schreibt Edwin Hußlein, Vorsitzender der Freien Wähler Kreisvereinigung Schweinfurt-Land.  

Deutschland besitze schon jetzt einen der höchsten Strompreise in Europa. Nun seien im Deutschen Bundestag für den aktuell geplanten Stromnetzausbau Kosten von 117 Milliarden Euro nach kurzer Diskussion in nur 30 Minuten durchgewunken worden. "Wir Freien Wählen sind enttäuscht von der Art und Weise, wie der Deutsche Bundestag ein gigantisches Milliardenprojekt so locker, mit teilweise sachunkundigen Redebeiträgen und schon gar nicht kritischen Diskussionen verabschiedet hat. Folge ist zudem, dass die Strompreise weiter steigen werden. Schätzungen gehen von einer zusätzlichen Steigerung um vier Cent pro Kilowattstunden aus."

Wer die Debatte um den SuedLink und alle damit zusammenhängenden weiteren Trassen mitverfolgt habe, wisse, dass die Vorgaben von Berlin kamen und nicht durch den bayerischen Wirtschaftsminister Aiwanger. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn ursprünglich als Erfolg verkaufte Ergebnisse jetzt von mehreren CSU-Politikern für Schuldzuweisungen an den Wirtschaftsminister herangezogen werden, schreibt Norbert Dotzel, stellvertretender Vorsitzender der FW-Kreisvereinigung. Es sollten noch mehr gemeinsame Anstrengungen unternommen werden, damit die dezentrale Energiewende mit all ihren Facetten zum Erfolg geführt wird. Dazu gehörten die von Aiwanger ins Leben gerufene Wasserstoffstrategie sowie der Ausbau von Windkraft-, Photovoltaik- und Biogas-Anlagen, aber auch Schutz der Ackerböden, regional gerechte Verteilung der Belastungen der Energiewende, Übergangstechnologien für Netzstabilität, Ausbau der E-Mobilität und  Sektorenkopplung.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Schweinfurt und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Schweinfurt
Deutscher Bundestag
E-Fahrzeuge und E-Mobilität
Energiewende
Freie Wähler
Gerechtigkeit
Kommunalpolitiker
Kritik
Minister
Südlink
Windenergie
Wirtschaftsminister
Wähler
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!