Lülsfeld

Friedhof in Schallfeld bekommt ein zweites Tor

Das vorhandene Tor des Schallfelder Friedhofs.
Foto: Matthias Wiener | Das vorhandene Tor des Schallfelder Friedhofs.

In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde Lülsfeld das aktuelle Angebot überstieg. Es gab zwar noch unbebaute Grundstücke, allerdings waren diese durch Interessenten reserviert. Aktuell stelle sich die Situation in beiden Ortsteilen wieder ähnlich dar, berichtete Bürgermeister Thomas Heinrichs. In anderen Gemeinden sei es üblich, zum Beispiel eine Reservierungskaution zu verlangen oder ein Punktesystem zur Vergabe einzuführen. Gemeinderat Martin Ament nahm die Idee der Kaution auf und schlug konkret eine Kaution in Höhe von 500 Euro vor, die nach Kaufvertragsabschluss entsprechend gutgeschrieben werden soll. Sollte der Interessent abspringen, würde eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 100 Euro einbehalten. Diesem Vorschlag stimmten alle Räte zu.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat die Gebühren für Kanal und Wasser aufgrund gestiegener Kosten erhöht. Jetzt hat die Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen Kontakt zur Gemeinde aufgenommen und vorgeschlagen, die noch nach den geringeren Kosten berechneten Abschläge anzupassen. Damit könnte eine einmalige höhere Belastung zum Jahresende bei der Abschlussrechnung vermieden werden. Da alle Räte zustimmten, können die Bürger demnächst mit neuen Vorauszahlungsbescheiden rechnen.

Drei Varianten für den Dorfplatz in Schallfeld

Schon länger beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem neuen Dorfplatz in Schallfeld. In der jüngsten Sitzung präsentierte Gemeinderat Marco Gräf die zusammen mit interessierten Bürgern erstellten Vorschläge. Gemeinsam enthalten alle drei Varianten eine Infotafel, eine Wasserentnahmestelle beziehungsweise einen Brunnen, einen Maibaumständer und eine ebene Fläche, die zum Beispiel im Winter als Eislauffläche genutzt werden könnte. Während ein Plan einen Bauplatz mit einer Größe von 750 Quadratmeter vorsieht, sind in einem weiteren mehrere PKW-Parkplätze, mehr Grün und integrierte Sport- und Spielgeräte vorgesehen. Variante drei beinhaltet eine Tribüne und sieht eine integrierte Leinwand, etwa für die Übertragung von Sportveranstaltungen, sowie Fitnessgeräte für Erwachsene vor.

Als nächster Schritt sei geplant, die jeweiligen Vorteile der einzelnen Entwürfe zusammenzuführen um so einen optimalen Entwurf zu entwickeln, der dann einem Ingenieurbüro zu Detaillierung übergeben werden soll.

Verbesserter Zugang

Den Vorschlag zum Einbau eines zweiten Tors am Friedhof Schallfeld begründete der Bürgermeister mit verbessertem Zugang bei Beerdigungen aber auch für die aktuell laufenden Sanierungs- und Pflasterarbeiten. Gemeinderat Ulrich Schemmel schlug vor, das Tor breiter als die geplanten dreieinhalb Meter auszuführen, da der neue Zugang seitlich vorgesehen und eine einfachere Zufahrt bei der geplanten Breite eben nicht gewährt sei. Die Vertreter Schallfelds waren jedoch der Meinung, dass diese Breite ausreichend sei. Schließlich beauftragten die Räte den Bürgermeister mit der Detaillierung der Toranlage und der Vergabe des Pflasters.

Asphalt soll 2021 erneuert werden

Bei Inspektionsarbeiten am Lülsfelder Kanalnetz wurde festgestellt, dass an einigen Schächten Instandsetzungstätigkeiten nötig wären. Um die Höhe der entsprechenden Ausgaben abschätzen zu können, wurde das Ingenieurbüro Planungsschmiede Braun aus Würzburg beauftragt, den Sanierungsaufwand zu bewerten. Der Gemeinderat vergab den Auftrag in Höhe von knapp 8000 Euro für die Planung der Untersuchungen in der Rimbacher und Schallfelder Straße in Lülsfeld. Da sich die Situation auch auf der Fernwasserseite, also bei Wasserschiebern und Hydranten, ähnlich darstelle, wurde Braun ebenfalls mit einer Kostenabschätzung beauftragt. Die Asphaltdecke in den betroffenen Straßen soll im nächsten Jahr durch den Landkreis erneuert werden. Deshalb ist geplant, alle Sanierungsarbeiten vorher abzuschließen.

Abschließend gab Heinrichs bekannt, dass rund 140 Festmeter aufgearbeitetes und gerücktes Nadelholz für 20,20 Euro pro Festmeter verfügbar wäre. Außerdem suche die Gemeinde Bürger, die bei der Erstellung des geplanten Lilienfeldes im Lülsfelder Seeweg unterstützen können. Man trifft sich am Donnerstag, 25. Juni, um 15 Uhr beziehungsweise am Freitag, 26. Juni, um 9 Uhr. Wenn möglich, sollten die Helfer Spaten, Schaufel und Schubkarren mitbringen.

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