Stadtlauringen

Friedhofsgebühren werden in Stadtlauringen teurer

Die neue Friedhofssatzung sieht eine Verdoppelung der Gebühren für Grabbelegung vor.
Foto: ner | Die neue Friedhofssatzung sieht eine Verdoppelung der Gebühren für Grabbelegung vor.

Stadtlauringen sticht im Landkreisvergleich durch besonders günstige Friedhofs- und Bestattungsgebühren hervor. Schon seit mehreren Jahren wird deshalb durch die Rechtsaufsicht des Landratsamtes die daraus resultierende mangelnde Kostendeckung angemahnt. Die Ausgaben für den Betrieb und den Unterhalt der Friedhöfe müssen jedoch durch entsprechende Einnahmen gedeckt sein, wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläutert.

Tatsächlich gab es die letzte Änderung in der Friedhofssatzung 2011 als die Aufnahme von Gußplatten für die Gemeinschaftsurnenanlage aufgenommen wurde. Die aktuelle Gebührenlage ist noch älter. Die Verwaltung schlug deshalb in allen Bereichen ungefähr eine Verdopplung der Gebühren vor.

So wird beispielsweise ein Familiengrab mit zwei Grabstellen für die Zeit von 25 Jahren künftig 921 statt bisher 460 Euro kosten. Ein Urnengrab mit Raseneinsaat und Pflege durch den Markt Stadtlauringen kostet künftig für zehn Jahre 870 statt 435 Euro.

Für das Anbringen einer Bronzegußplatte auf dem Gemeinschaftsurnenfeld werden künftig 470 statt 380 Euro verlangt. Moderater fallen die Erhöhungen für die Bestattungen aus so wird beispielsweise das Ausheben und Schließen eines Reihengrabes ohne Übertiefe 390 statt 375 Euro kosten.

Deutlich angemahnt

Uwe Zirkelbach hielt die Verdoppelung der Grabgebühren für recht happig und brachte eine stufenweise Anhebung ins Gespräch. Dies werde die Rechtsaufsicht nicht genehmigen, mutmaßte Bürgermeister Friedel Heckenlauer. Die jüngste Aufforderung sei schon sehr deutlich gewesen.

Auch nach der am Ende mit Zirkelbachs Gegenstimme beschlossenen Anhebung befindet sich der Markt Stadtlauringen am unteren Level vergleichbarer Nachbargemeinden. Zuletzt gab es bei den Grabgebühren eine Unterdeckung von 22 230 Euro und bei den Leichenhausgebühren – ausgehend von 39 Leichenhausbenutzungen pro Jahr – rund 6660 Euro.

Auch mit den neuen Gebühren werden die Unterdeckungen noch nicht komplett aufgehoben sein. Die Berechnungszeiträume für die Grabbenutzung werden künftig nicht mehr mit vollen Jahren berechnet sondern müssen monatsgenau festgeschrieben werden. Alle vier Jahr soll künftig über die Gebührensatzung beraten werden. Die neue Verordnung tritt am Tag der öffentlichen Bekanntmachung im Amtsboten in Kraft.

Die neue Friedhofssatzung sieht eine Verdoppelung der Gebühren für Grabbelegung vor.
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