Unterspiesheim

Gedenken an den Heiligen Valentin am Generationenplatz

Am Tag des Heiligen Valentin: Gedanken zur Liebe am Generationenplatz in Unterspiesheim. Pfarrer Thomas Amrehn hatte eingeladen, sich zu treffen. Er spendete den (wenigen) Anwesenden den Segen des Gottes, der die Liebenden liebt.
Foto: Erhard Scholl | Am Tag des Heiligen Valentin: Gedanken zur Liebe am Generationenplatz in Unterspiesheim. Pfarrer Thomas Amrehn hatte eingeladen, sich zu treffen.

Der Heilige Valentin, dessen Fest am 14. Februar gefeiert wird, ist der Patron der Liebenden. Der Grund dafür: er soll als Priester von Rom Liebespaare trotz des kaiserlichen Verbotes christlich getraut haben. Deshalb wurde er nach der Überlieferung, die jedoch nicht sehr sicher ist, am 14. Februar 269 hingerichtet. Darüber hinaus berichtet die Legende, dass er den Paaren, die er getraut hatte, Blumen aus seinem Garten geschenkt haben soll. Es kann auch sein, dass sich die Lebensgeschichten von zwei Heiligen mit dem gleichen Namen im Lauf der Zeit vermischt haben.

Bei genauerer kritischer Betrachtung kann man nicht sauber klären, warum der Heilige Valentin zum Patron der Liebenden wurde. Es kann sein, dass der Brauch der Römer, am 14. Februar an die Göttin Juno zu denken, die als Beschützerin von Ehe und Familie galt, im Laufe der Verbreitung des Christentums auf den Heiligen Valentin überging. Im Mittelalter genoss der Heilige Valentin große Verehrung, ähnlich wie Nikolaus und Martin.

Die Liebe glaubt alles, hofft alles, hält allem stand

Pfarrer Thomas Amrehn hatte am Festtag des Heiligen nach dem Streaming-Gottesdienst zu einer kleinen Valentinsfeier an den Platz der Generationen in Unterspiesheim eingeladen. Er stellte die Liebe in den Mittelpunkt seiner meditativen Gedanken. Ausgehend von dem Wort aus dem Hohen Lied der Liebe "die Liebe glaubt alles, hofft alles, hält allem stand" rückte er die Beziehungsgeschichte der Menschen in den Mittelpunkt: Alle haben in ihren Lebensgeschichten Beziehungen als Bereicherung, als Geschenk, als Quelle von Lust und Liebe erfahren, aber jede und jeder kennt auch Zeiten der Entfremdung, Zeiten, in denen man den Partner, die Partnerin als fremd und fern erlebt.

An einander glauben heiße, dass man sich grundsätzlich auf den anderen einlässt - auch wenn niemand sagen könne, wohin das alles führt. "Alles hoffen" heiße, dass man die Erwartung nicht aufgibt, dass man sich selbst, aber auch die Partnerin, der Partner sich ändern könne; es heißt aber auch, den anderen so anzunehmen, wie er ist. "Die Liebe hält allem stand" – das meint, sich bewusst zu sein, dass es in jeder Beziehung Durststrecken gibt, dass man Impulse hat, sich für erlittene Verletzungen zu rächen, Vergeltung statt Vergeben und Versöhnung zu üben.

Mit dem Segen für die Paare und der Bitte, die Freude an der Liebe zu bewahren und immer wieder neu zu gewinnen, endete die Wortgottesfeier am Generationenplatz. Für alle, die an der Wortgottesfeier teilnahmen, hatte der Seelsorger ein süßes Valentins-Geschenk mitgebracht.

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