Gerolzhofen

Gelungenes Treffen zu innovativem Projekt für Gerolzhofen

Die gute Nachricht im Februar 2021 von der finanziellen Förderung eines Pilotprojektes in Gerolzhofen hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. Nun fand online ein Fachgespräch statt, zu dem MdL Barbara Becker und Diakonie-Vorstand Jochen Keßler-Rosa eingeladen hatten und bei dem die Diakonie Schweinfurt die Grundidee zur Diskussion stellte. Das geht aus einer Pressemitteilung des Veranstalters hervor.

Worum es geht, stand am Ende der Präsentation - vorgetragen von Helmtrud Hartmann und Uwe Kraus vom Diakonischen Werk Schweinfurt - auf dem Bildschirm: „Es geht um die Entwicklung eines Modells für die Region zur digital gestützten Ermöglichung von Begegnung, Unterstützung, Versorgung und Selbständigkeit für Alle.“

Vor dem Hintergrund der unaufhaltsamen Digitalisierung des Lebens sollten laut Mitteilung besonders auch die Menschen mitgenommen werden, die sich scheuen, in diese Welt einzutauchen. Notwendig werde das schon deshalb, weil immer mehr lebenswichtige Aktivitäten nur noch mit digitaler Unterstützung möglich seien: Arztkontakte, Bankgeschäfte, Besorgungen im ländlichen Raum und nicht zuletzt auch die Teilnahme an Veranstaltungen, für die zwar Interesse besteht, aber nicht die Möglichkeit der direkten Teilnahme, wie zum Beispiel an einem Gottesdienst, einem Konzert oder einfach nur einer Plauderei.

Dass vor allem Einsamkeit und Verunsicherung begegnet werden soll, darüber herrschte Einigkeit in der Gesprächsrunde. Klar gestellt wurde auch, dass es nicht um häusliche Krankenbetreuung geht, sondern um die Vorbereitung darauf, dass die Menschen im Falle der Pflegebedürftigkeit und anderer Notlagen im Stande sind, die neuen Techniken zum Erhalt der Selbstbestimmung einsetzen zu können.

Diakonie-Vorstand Jochen Keßler-Rosa berichtete, dass das Projekt mit dem Arbeitstitel „ambulant komplett“ oder auch „GEOlexa“ eine hauptamtliche Projektleitung und Räume in Gerolzhofen haben werde. Auch solle eine App entwickelt oder modifiziert werden, die auf die örtlichen Bedürfnisse zugeschnitten sei, und gleichzeitig dafür sorge, dass menschliche Begegnungen entstehen.

Die Teilnehmenden am Gespräch kamen aus allen Bereichen der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen: Bürgermeister, ehrenamtlich sozial Engagierte, Regionalmanager, Mitarbeitende der Nachbarschaftshilfe, der Kirchengemeinden und der Sozialarbeit. Diakon Hein betonte, wie wichtig es sein werde, dass es kein Nebeneinander sondern ein Miteinander gebe. Bürgermeister Thorsten Wozniak verwies darauf, dass „wir sicher noch nicht am Ende der Digitalisierung auch für das Privatleben angekommen sind“.

Die Initiatoren des Projekts und Landtagsabgeordnete Barbara Becker zeigten sich nach dem ersten Test im realen Raum der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen zuversichtlich. Nach weiteren Gesprächen in den kommenden Wochen werde der konkrete Antrag mit einem abgestimmten Konzept formuliert werden, um die Fördermittel, die auf Vermittlung der CSU-Landtagsfraktion bereitgestellt worden sind, erfolgreich abrufen zu können.

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