Frankenwinheim

Gemeinderat: Tempo-30-Zone am Kindergarten in Frankenwinheim

In der Schallfelder Straße in Frankenwinheim wird im Bereich des Kindergartens (rechts) eine Tempo-30-Zone eingerichtet, da Verkehrsteilnehmer dort zu schnell fahren.
In der Schallfelder Straße in Frankenwinheim wird im Bereich des Kindergartens (rechts) eine Tempo-30-Zone eingerichtet, da Verkehrsteilnehmer dort zu schnell fahren. Foto: Stefan Polster

Im öffentlichen Teil seiner Sitzung musste der Frankenwinheimer Gemeinderat Bauanfragen oder Bauanträge behandeln. Abwechslung versprach der Tagesordnungspunkt "Sonstiges".

Der erste Bauantrag im neuen Baugebiet "Am Schlossgarten II" erfüllte alle Bauauflagen aus dem Bebauungsplan und wurde vom Gemeinderat deshalb ohne Abstimmung nur zur Kenntnis genommen.

Dem Einbau einer Wohnung in ein vorhandenes landwirtschaftliches Nebengebäude in der Lülsfelder Straße stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Die Außenansicht werde dabei nicht verändert, hieß es im Antrag, es würden nur Dachfenster eingebaut.

Pultdächer darf es "Am Schloßgarten II" nicht geben

Dem Bau einer Güllegrube mit einem Fassungsvermögen von über 2200 Kubikmeter stimmten die Räte ebenfalls einstimmig zu. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Landwirtschaftsamt der Privilegierung für den Bau im Außenbereich zustimmt.

Ebenfalls unter die Privilegierung für Landwirtschaft fiel eine informelle Bauanfrage für die Errichtung einer Zelthalle mit einer Länge von 35 Metern und einer Breite von 15 Metern. Sie soll als Strohlager genutzt werden.

Die informelle Anfrage zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in der Johann-Laufer-Straße führte zu einer Diskussion im Gemeinderat. Einig war man sich jedoch schnell, dass ein Pultdach nicht genehmigt werde. Der Bebauungsplan schreibt ein Sattel- oder ein Krüppelwalmdach vor. Die Anfrage wurde deshalb einstimmig abgelehnt.

Nachträgliche Teilung eines Bauplatzes ist nicht gern gesehen

Auch über die Anfrage zur Errichtung eines Doppelhauses mit zwei Ferienwohnungen, einer Garage und Stellplätzen im Baugebiet "Am Schlossgarten II" waren die Gemeinderäte nicht begeistert. Als Alternative schlug der Bauwerber ein Vierfamilienwohnhaus vor.

Im Baugebiet seien jedoch pro Bauplatz nur zwei Wohneinheiten erlaubt und auch das Pultdach widerspreche dem Bebauungsplan, sagte Bürgermeister Herbert Fröhlich. Auch die nachträglichen Teilung des Bauplatzes sei nicht gern gesehen, denn es sei nur ein Hausanschluss vorgesehen und die Straße wolle man vor Nutzungsbeginn nicht schon wieder aufreißen.

Aus der vorherigen nichtöffentlichen Sitzung berichte der Bürgermeister von einem Bauplatzverkauf im Baugebiet "Am Schlossgarten II" und der Anschaffung einer Schiebermaschine.

Projekt "Denkort Deportationen" erhält ILE-Förderung

Fröhlich berichtete auch vom Ergebnis des Entscheidungsgremiums für das ILE-Projekt "Regionalbudget". In der ILE-Region MainSteigerwald werden Kleinprojekte aus einer Gesamtsumme von insgesamt 100 000 Euro gefördert.

34 eingereichte Projekte wurden vorab nach einem Bewertungsschlüssel überprüft und nur ab einer bestimmten Punktezahl für die Endausscheidung zugelassen. Fröhlich stellte fest, dass 18 Projekte eine Förderung erhalten.

Für Frankenwinheim wurde dem Antrag für die Beteiligung am Projekt "Denkort Deportationen" zugestimmt. Mit dem Denkmal wird an die Deportation der jüdischen Mitbürger gedacht. Gefördert wird allerdings nur der Frankenwinheimer Teil am Denkmal, den zweiten Teil, der in Würzburg aufgestellt wird, trägt die Projektgruppe selbst.

Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich des Kindergartens

Bei einer Verkehrsschau lehnte die zuständige Fachbehörde das gewünschte Parkverbot im Seeweg in Brünnstadt ab. Ebenso wurde ein Parkverbot an der Gerolzhöfer Straße in Frankenwinheim im Bereich der dortigen Bushaltestelle abgelehnt, da das Bushaltestellenschild gemäß Straßenverkehrsordnung das Parken 15 Meter vor und nach dem Schild regelt.

Am Kindergarten wird es jedoch eine Tempo-30-Zone geben. Sie beginnt an der Einfahrt zum Sportheim und endet im Dorf im Bereich der Abfahrt zum Friedhof.

Gemeinderätin Juliane Böhm regte an, in der Lülsfelder Straße verstärkt die Geschwindigkeit zu messen. Die abschüssige Straße verleite viele Verkehrsteilnehmer mit unangepasster Geschwindigkeit ins Dorf zu fahren. Fröhlich versprach, das Messgerät als nächstes dort aufzustellen.

Ebenfalls sprach Böhm die Grasstreifen in den Gehwegen im Friedhof an. Diese entpuppten sich immer mehr als Stolperfallen. Fröhlich will kurzfristig Abhilfe schaffen.

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