Üchtelhausen

Gemeinschaft ist das Schlüsselwort

Elisabeth Vornberger engagiert sich im Dorf und in der Kirche, hier in der Sakristei vor dem Gottesdienst.
Foto: Roland Frühwacht | Elisabeth Vornberger engagiert sich im Dorf und in der Kirche, hier in der Sakristei vor dem Gottesdienst.

"Wir mussten jeden einzeln ansprechen, nur so haben wir Mitglieder bei der Gründung des Kirchenchores in Üchtelhausen 1984 gefunden", erinnert sich Elisabeth Vornberger. Diese Beharrlichkeit im Umsetzen von guten Ideen in ihren Ehrenämtern prägt Elisabeth Vornberger von Jugend auf. Nicht nur Chören ist die heute 75-Jährige eng verbunden, auch kirchliche Vereine und Organisationen unterstützt sie schon Jahrzehnte mit ihrem Engagement. Dazu sind ihre Auftritte bei den Faschingssitzungen der Schweinfurter Antöner Narrenelf und der Üchtelhäuser Gäßbockelf ein fester Bestandteil im Programm.

"Singen ist etwas Schönes. Es bietet Gemeinschaft und ist auch gesund." Diese Einstellung erklärt ihren Einsatz für den Chorgesang. Als Jugendliche sang sie in Schweinfurt ab 1958 zunächst im Kirchenchor Sankt Josef, später dann im Kirchenchor Sankt Anton. Nach dem Wohnortwechsel nach Üchtelhausen gründete sie zusammen mit ihrem Ehemann und zwei weiteren Mitstreitern dort einen Kirchenchor.

Organisationstalent

Seit Bestehen dieses Chores bringt Elisabeth Vornberger ihr organisatorisches Talent in diese Singgemeinschaft ein, die mittlerweile 28 Personen zählt und auch ab und zu jüngere Mitglieder gewinnen kann. Sie ist verantwortlich für die Koordination der Auftritte und nimmt das Amt der Notenwartin wahr, das sie aber baldmöglichst abgeben möchte.

Dass sie und ihr Mann sich in so hohem Maße ehrenamtlich in die Dorfgemeinschaft und besonders der Kirchengemeinde des Ortes einbringen konnte, ist der Offenheit der dortigen Bürger gegenüber ihnen als Neuzugezogene geschuldet, versichert Elisabeth Vornberger. So erinnert sie sich gerne an den zweiten Sonntag ihres Hierseins. Nach dem Gottesdienst kam der über die Region hinaus bekannte Künstler Peter Vollert auf sie und ihren Mann mit den Worten zu: "Ihr seid jetzt Üchtelhäuser, ich bin der Peter." "Das war für mich ganz ungewohnt, aber wir haben uns gefreut".

Bald schon übernahm ihr Mann in der KAB Leitungsfunktionen. Als dann die Vorgabe kam, dass jeweils ein Mann und eine Frau die Stelle des Vorsitzenden besetzen sollten, meinten die Mitglieder "Elisabeth, mach du das, weil dein Mann schon eh Vorsitzender ist", erzählt sie. Und Elisabeth Vornberger, die jahrzehntelang diese Aufgabe zusammen mit ihrem Mann wahrnahm, blieb 33 Jahre im Amt. Die letzten Jahre allerdings musste sie auf die Mithilfe ihres Mannes verzichten, da er schwer krank wurde.

Erlös geteilt

Gemeinschaft hieß auch hier für Elisabeth Vornberger das Schlüsselwort zum Erfolg. So war es ihr ein Herzensanliegen, neben den Veranstaltungen zu religiösen oder sozialpolitischen Themen auch Familienwochenenden anzubieten. Die Kegelabende werden gerne auch von jüngeren Leuten besucht, freut sie sich. Bei der Kirchweih galt es, den Bratwurst- und Steakstand zu besetzen. Den Erlös des Festes teilten sich  Pfarrgemeinde, KAB und DJK. Die KAB gab aus ihrem Anteil in der Regel alljährlich Zuschüsse für Anschaffungen in der Kirche und in der Pfarrei.

Auch die Renovierung von Bildstöcken im Ort war der KAB ein Anliegen und wurde gelegentlich mitfinanziert. Auch nach Abgabe des Vorsitzes ist Elisabeth Vornberger noch zuständig für die religiösen Aufgaben der KAB im Ort und für die Organisation und Leitung des Familienwochenendes.

In der Kirchengemeinde ist sie seit Jahrzehnten Lektorin und Kommunionhelferin. Als Wortgottesbeauftragte, wofür sie 2006 die Ausbildung absolvierte, habe sie selbst einen großen Gewinn, da sie beim Vorbereiten der Gottesdienste vor allem die Bibel neu kennenlerne: "Das mache ich von Herzen gern. Man befasst sich da ganz anders mit dem Text". Der Vorstandschaft des Kindergartenträgervereins gehört sie als geistliche Beirätin an.

"Das heiße Höschen"

In der CSU bekleidet sie seit mehr als zehn Jahren das Amt der Zweiten Vorsitzenden, und im katholischen Frauenbund ist sie Mitglied. "Durch den Frauenbund Üchtelhausen bin ich auch zum Fasching gekommen." Hier stieg sie vor etwa 20 Jahren zum ersten Mal bei einer Faschingssitzung in die Bütt mit dem Vortrag "Das heiße Höschen", berichtet sie schmunzelnd. Und seither ist sie mit viel Begeisterung jedes Jahr im Fasching mit einem Vortrag in Üchtelhausen und auch bei den "Antönern" dabei.

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