Stadtlauringen

Gigabitförderung soll nun auch entlegene Anwesen erschließen

In der Stadtlauringer Festhalle werden ab kommenden Mittwoch Corona-Impfungen vorgenommen.
Foto: Daniel Wiener | In der Stadtlauringer Festhalle werden ab kommenden Mittwoch Corona-Impfungen vorgenommen.

Die neue bayerische Gigabit-Förderrichtlinie ermöglicht eine flächendeckende Förderung entsprechender Anschlüsse. Diese Förderung richtet sich an Privatadressen, die über weniger als 100 MBits im Download verfügen, bei gewerblichen Adressen mit weniger als 200 MBits. Durch den guten Netzausbau in Stadtlauringen sind die meisten Bereiche von dieser neuen Förderung jedoch gar nicht betroffen. Sie kommt nur für die etwa 140 in Außenbereichen liegende Adressen zur Anwendung. Damit könnte der Markt Stadtlauringen sein Versprechen erfüllen, tatsächlich jedem Anwesen im Marktgebiet einen Hochleistungsanschluss zur Verfügung zu stellen. Pro Adresse stellt die Giga Richtlinie 6000 Euro zur Verfügung. Sollten höhere Kosten entstehen könnte auch ein Bundesförderprogramm in Anspruch genommen werden. Der Gemeinderat war einverstanden und beschloss die Teilnahme an der bayerischen Giga Richtlinie, für die bis spätestens Ende 2025 entsprechende Erträge eingereicht werden müssen.

Um am Ende der Straße Sonnenleite in Birnfeld Baurecht zu schaffen, war eine durch den Gemeinderat zu beschließende Klarstellungssatzung zu erlassen. Es war jedoch nur ein Beschluss formeller Art, der besagt, dass das letzte Grundstück am Ende der Straße baurechtlich dem Innenbereich zugeordnet wird und entsprechend bebaut werden kann.

Der Markt ist schuldenfrei

Obligatorisch werden einmal im Jahr die Rechnungen der Gemeinde anhand der Belege für Einnahmen und Ausgaben geprüft. Die Gemeinderatsmitglieder Gaube, Kaufmann und Sauer bestätigten eine einwandfrei Kassenführung und beantragten Entlastung des Bürgermeisters und der Verwaltung, die einstimmig erteilt wurde. Laut der Jahresrechnung für das Rechnungsjahr 2020 schließt der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben ab mit je 7 824 158,38 Euro. Der Vermögenshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben ab mit je 4 627 684,44 Euro. Die Rücklagen betragen 6,2 Millionen Euro. Der Markt ist darüber hinaus schuldenfrei.

Stattgegeben wurde dem Umbau eines Einfamilienhauses mit Errichtung eines Zwerchgiebels sowie Errichtung einer Doppel-Garage in der Ellertshäuserstraße 3 in Altenmünster.

Da die Ausbringung von Klärschlamm auf Feldern bald nicht mehr erlaubt sein wird, lag der Gemeinde ein Angebot des Abwasserzweckverbandes Obere Lauer vor, sich an der Gründung eines Zweckverbandes zu beteiligen. Dieser Zweckverband möchte mit einer Biogas-Anlage in Hofheim zusammenarbeiten. Da die eigene Klärschlammpresse mit 25 Prozent Trockensubstanz arbeiten kann und es dafür auch einen Abnehmer gibt, beschloss der Gemeinderat einem möglichen Zweckverband zunächst nicht beizutreten.

Immer mittwochs wird geimpft

Bezüglich der Corona Entwicklung berichtete Bürgermeister Friedel Heckenlauer, dass mit Stand 9. April insgesamt 131 Bürger aus dem Marktgebiet positiv getestet wurden. 28 immobile Bürger wurden über das gemeindeeigene Angebot zum Impfzentrum verbracht. Nicht angenommen hat das Landratsamt das Angebot ein Schnelltest-Zentrum in der Bücherei einzurichten. Es wird nach Hesselbach kommen. Dafür wird in der Festhalle ein Impfzentrum eingerichtet. Geimpft wird bereits in der Praxis Dres. Treiber, die ihre zugeteilten Rationen täglich restlos verimpfen. Die Priorisierung für Hausärzte wurde inzwischen aufgehoben. Diese können je nach Krankheitsbild auch jüngere Impfwillige vorziehen. In die Festhalle wird jeweils Mittwochs ein Impfteam kommen. Wer einen Impftermin über die bayerische Impfzentrale beantragt hat, kann wählen ob er in Schweinfurt oder Stadtlauringen geimpft werden möchte. Die Impfungen in der Festhalle sollen immer Mittwochs von 8.30 bis 16 Uhr erfolgen.

Winfried Reß monierte, dass die telefonische Erreichbarkeit des Impfzentrums häufig nicht möglich ist. Der Bürgermeister empfahl Fragen zur Impfung im Rathaus oder im Kunsthandwerkerhof zu hinterlegen, die dort gesammelt an das Impfzentrum überbracht werden sollen, zumal es sich häufig um die gleichen Fragen handelt.

In der Diskussion um das Kriegerdenkmal in Oberlauringen gab es mehrere Anschreiben an den Bürgermeister und auch Leserbriefe in der Tageszeitung. Der Bürgermeister zeigte sich überrascht von der Wucht, zumal bislang lediglich Überlegungen in den Raum gestellt wurden und die Entscheidungsgewalt vielmehr bei den Arbeitskreisen und der Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung liege. Sie werden das Thema noch ausführlich erörtern und dann die richtige Entscheidung treffen, so Heckenlauer.

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