Schweinfurt

Glosse Zeug gibt's: Warum Elche in Schweinfurt Schwein haben

Heute wird es tierisch. Und nicht politisch. Auch wenn das C-Wort trotzdem vorkommen wird: Wir starten locker ins Wochenende. Muss auch mal sein.
 Im Mai sind im Schweinfurter Wildpark wieder Elchkälber geboren worden. Die Zwillinge, hier kurz nach der Geburt mit ihrer Mutter Daya, sind jetzt nach Mecklenburg-Vorpommern umgezogen. 
Foto: Anand Anders |  Im Mai sind im Schweinfurter Wildpark wieder Elchkälber geboren worden. Die Zwillinge, hier kurz nach der Geburt mit ihrer Mutter Daya, sind jetzt nach Mecklenburg-Vorpommern umgezogen. 

Der Mittwoch, 11. November, war nicht nur ein ziemlich trauriger Tag für die bundesweite Narretei. Die Corona-Pandemie hat es tatsächlich geschafft, die traditionelle Faschingseröffnung lahm zu legen, es bleibt also in diesem Jahr bei vier Jahreszeiten, sehr zum Verdruss der Karnevalisten und ihrer Sympathisanten.

Nun sei mal dahingestellt, wie traurig Oberbürgermeister Sebastian Remelé und seine Gattin Monika darüber sind, dass sie dieses Jahr keinen Rathaussturm, keine Faschingssitzung und keinen Faschingsumzug auf dem ESKAGE-Anhänger mitmachen dürfen (mutmaßlich sehr), doch den Verlust zweier wahrlich sympathischer Einwohner der Stadt an jenem 11.11. wiegt schwerer.

Denn am Mittwoch verließen uns die putzigsten Zwillinge der vergangenen Monate, die beiden jungen Elchkälber aus dem Wildpark, die im Mai geboren wurden. Sie leben ab sofort in einem Elch-und Rentiergehege  in Mecklenburg-Vorpommern, leisten dort Aufbauarbeit, sozusagen. Auf Schweinfurter Expertise zu setzen ist grundsätzlich ein guter Plan und auch nicht so ungewöhnlich.

Als die beiden Elchkälber geboren wurden, war Corona-Lockdown. Jetzt auch. Der Wildpark ist im November, so die momentane Ansage, für Besucher geschlossen. Die  Waldweihnacht wird es heuer auch nicht geben. Aber es soll zumindest eine weihnachtliche Beleuchtung geben. Hoffentlich nicht nur für die Elche und den Rest der Menagerie drinnen.

A propos Elche und Schweinfurt:  Seit 2003 ist das eine überaus enge Beziehung in der Wälzlagerstadt. Damals kam der erste Elch nach Schweinfurt. Seitdem haben sich die Tiere zu Publikumsmagneten, Werbefiguren und Maskottchen entwickelt. Schwein gehabt, kann man da nur sagen. Das gilt im übrigen für alle – für die Elche, die Stadt, den Wildpark und besonders die Besucher.

Wo gibt's in der Umgebung ein Elchland oder einen breit grinsenden Elch, der als Bäckermeister Spenden sammelt? Nur bei uns! Und wo gibt es wohl Leute wie Wildparkleiter Thomas Leier, der den Zwillingen auf die Reise einen Sack Schweinfurter Futter mitgibt, damit sie in der neuen Heimat erst mal was Vertrautes knuspern können? 

Die Schweinfurter Bunkerwutz hat Schwein gehabt: Sie ist Teil des Buches '111 Dinge über Schweine, die man wissen muss.'
Foto: Brennecke/Bunkermuseum | Die Schweinfurter Bunkerwutz hat Schwein gehabt: Sie ist Teil des Buches "111 Dinge über Schweine, die man wissen muss."

Schwein gehabt: Das gilt auch für die Bunker-Wutz vor dem Deutschen Bunkermuseum in der Ernst-Sachs-Straße, eine der vielen, bunten  Schweineskulpturen, die seit Jahren die Stadt flächendeckend zieren. Nun hat es die Bunker-Wutz sogar schriftlich, wie toll sie ist. Ihr ist ein Kapitel im demnächst erscheinenden Buch "111 Dinge über Schweine, die man wissen muss" gewidmet. Danke, Bunker-Wutz. Wir machen jetzt auch mal andere Schlagzeilen, nicht nur als Corona-Hochburg. Schwein gehabt. 

Corona bringt auch ziemlich viel Kreativität und Einfallsreichtum hervor. Vor der Bücherei in Grafenrheinfeld zum Beispiel, sagt einem eine Ampel, ob man reingehen kann oder warten muss, weil die Höchstzahl an Besuchern schon erreicht ist. Eine Idee, die auch schon die Verantwortlichen bei der Unterfrankenmesse Ufra Ende September hatten und die dort beim Einlass in die Hallen ebenfalls gut funktioniert hat.

Gute Idee: An der Bücherei in Grafenrheinfeld regelt eine Corona-Ampel den Besucherverkehr.
Foto: Susanne Wiedemann | Gute Idee: An der Bücherei in Grafenrheinfeld regelt eine Corona-Ampel den Besucherverkehr.
Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Schweinfurt und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Schweinfurt
Susanne Wiedemann
Büchereien
Jahreszeiten
Kapitel
Kreativität
Sebastian Remelé
Städte
Sympathie
Thomas Leier
Tiere und Tierwelt
Wildparks
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!