Gochsheim

Gochsheimer Gemeinderat begann harmonisch

Das von der Mainfrucht GmbH erworbene Waldstück ist inzwischen gerodet und ein Großteil des Erdreichs abtransportiert. Hier sollen Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter der und Lkw-Stellplätze entstehen.
Foto: Peter Volz | Das von der Mainfrucht GmbH erworbene Waldstück ist inzwischen gerodet und ein Großteil des Erdreichs abtransportiert. Hier sollen Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter der und Lkw-Stellplätze entstehen.

Die Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung war rasch abgearbeitet, da sie vorrangig Verwaltungsthemen beinhaltete, die von den vier Fraktionen im Gemeinderat weitgehend ähnlich bewertet wurden. Zunächst beschloss der Rat mit einer Gegenstimme die zehnte Änderung des Flächennutzungsplans und daraus resultierend die Bebauungspläne Nordwest II, III und IV (Gewerbegebiet). Danach segnete der Rat das Aufbringen von Oberboden mit einer Höhe von 65 Zentimetern auf die künftigen Ausgleichsflächen Flurnummer 6487-6490 ohne Gegenstimmen ab. Das Bodenmaterial sei geprüft und für unbedenklich befunden worden.

Erster Bürgermeister Manuel Kneuer informierte die Gemeinderäte über das Baugesuch in der Lindestraße 8. Hier war zunächst ein Betriebsgebäude mit den Maßen 25m x 25m geplant gewesen, das nun doppelt so viel Grundfläche bekommen soll. Das Gebäude soll als Lager- und Verwaltungsgebäude genutzt werden, 14 Stellplätze sind vorgesehen. Da die Baumaßnahme im Freistellungsverfahren erfolgt, ist die Mitwirkung des Gemeinderates nicht erforderlich.

Von allen vier Fraktionen des Rates begrüßt wird die geplante Baumaßnahme der Baywa für Lagerung und Betrieb einer Abgabeanlage für Flüssigerdgas (LNG = liquefied natural gas) für Lastkraftwagen. Edwin Hußlein erinnerte namens der Freien-Wähler-Fraktion daran, dass sichergestellt werden müsse, dass der Schwerlastverkehr die Umgehungsstraße und nicht die Schweinfurter Straße zur Weiterfahrt benutzt. Das inzwischen erstellte immissionsschutzrechtliche Gutachten hat zur Folge, dass die Lärmschutzwand statt der ursprünglichen 4,3 jetzt eine Höhe von 5 Metern bekommt.

Neue Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen

Das geänderte Bayerische Straßen- und Wegegesetz hat zur Folge, dass jetzt auch die Kommunen ihre Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen neu fassen müssen. Diesem Auftrag entsprach der Gemeinderat ohne Gegenstimmen. Einige wichtige Inhaltspunkte sind die Räum- und Streupflicht bei Schnee und Eis zwischen 8 und 20 Uhr. Je nach Straßentyp sind davon die Gehwege mit Randstreifen oder sogar die Straße bis zur Straßenmitte betroffen. Besonders hart trifft es weiterhin die Eckgrundstücke, da deren Besitzer an beiden Straßenteilen seiner Reinigungs- und Räumpflicht nachkommen muss. Beim Kehren anfallender Schmutz ist über die eigenen Hausmülltonnen zu entsorgen. Laub ist zu entfernen, sofern die Laubmenge als verkehrsgefährdend einzustufen ist. Abflussrinnen und Kanaleinläufe sind freizuhalten.

Wie in der Vergangenheit ist es verboten, auf öffentlichen Straßen Fahrzeuge, Maschinen und sonstige Geräte zu säubern, Tierfutter auszubringen oder Gehwege durch Tiere verunreinigen zu lassen. Hier gibt es in Gochsheim mehrere Spendebehälter für Kotbeutel.

Kleinere Veränderungen für den Straßenverkehr

Kritisch sahen alle vier Fraktionen den Antrag auf eine Modifikation der Einbahnstraßenregelung in einem Teil der Rückertstraße, obwohl Anwohner der Weinbergstraße dies begrüßt hätten. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die in die Jahre gekommene und recht verwitterte Richtungstafel in der Grettstadter Straße wird ersatzlos entfernt, da seit dem Bau der Umgehungsstraße keine Notwendigkeit mehr für die Tafel besteht.

Weil es gehäuft an der Einmündung der Uhlandstraße in die Schweinfurter Straße zu gefährlichen Rückstaus kommt, werden auf Höhe der Uhlandstraße 65 beidseitig eingeschränkte Halteverbote ausgeschildert, die Schilder zur 30er-Zone werden zum Anwesen 63 versetzt.

Neue Hardware für Verwaltung und Schule

Die in der Verwaltung und den beiden Schulen genutzten Kopiergeräte werden seit 2010 genutzt und zeigen immer häufiger Ausfallerscheinungen und Reparaturbedarf. Deshalb befürworteten alle Räte den Abschluss neuer Miet- und Wartungsverträge für insgesamt sechs neue Kopierer, je drei für Verwaltung und Schule.

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