Grafenrheinfeld

Grafenrheinfeld: Abschied von Dr. Heide Schwabe

Die Ehrenbürgerin ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Zusammen mit ihrem Mann praktizierte sie Jahrzehnte lang als Hausärztin in Grafenrheinfeld.
Beim vergangenen Neujahrsempfang der Gemeinde Grafenrheinfeld ist dieses Bild entstanden: Bürgermeister Christian Keller (links) mit Dr. Eckhard Schwabe und Dr. Heide Schwabe. Heide Schwabe ist am 8. November gestorben. 
Foto: Gemeinde Grafenrheinfeld | Beim vergangenen Neujahrsempfang der Gemeinde Grafenrheinfeld ist dieses Bild entstanden: Bürgermeister Christian Keller (links) mit Dr. Eckhard Schwabe und Dr. Heide Schwabe. Heide Schwabe ist am 8.

Dr. Heide Schwabe ist tot. Die Grafenrheinfelder Ehrenbürgerin starb am 8. November im Alter von 77 Jahren. Für viele Grafenrheinfelder waren  sie und ihr Mann Eckhard  über Jahrzehnte hinweg die Ansprechpartner als Hausärzte.

1977 eröffneten sie die Praxis, waren bis 2011 unermüdlich im Einsatz. "Beide Ärzte haben vielen Patienten jahrzehntelang das Leben erleichtert und sich dabei Hochachtung und Hochschätzung bis in die heutige Zeit erworben. Die Arbeit in ihrer Praxisgemeinschaft ging oft weit über das hinaus, was die ärztliche Pflicht erfordert. Die ständige Bereitschaft für den Einsatz zum Wohl ihrer Patientinnen und Patienten zeigte immer wieder, dass sie ihren Beruf gerne ausübten. Arzt und Ärztin zu sein war ihr Lebenswerk, dafür ist die Verleihung der Ehrenbürgerwürde die verdiente Auszeichnung", so Bürgermeister Christian Keller, als es im  Gemeinderat um die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an die beiden ging.

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Am 15. Oktober sollte Heide Schwabe und ihrem Mann Eckhard Schwabe die Ehrenbürgerwürde feierlich verliehen werden. Die Ernennung fand bereits am 20. April statt. Corona-bedingt fiel die Feier damals aus. 

"Heide Schwabe war aber nicht nur eine besondere Ärztin für ihre Rafelder. Heide war eine herausragende Persönlichkeit", schreibt Christian Keller in seinem Nachruf. Ausgezeichnet haben sie Respekt, Zeit, Unvoreingenommenheit und eine besondere Konzentration auf das Wohl ihrer Patienten. Keller nennt beide Ärzte einen Glücksgriff für Grafenrheinfeld. "Wir Rafelder konnten immer auf Euch beide zählen. Schichtpläne, Dienstpläne, Feierabend hat es für Euch dann nicht gegeben, wenn Eure Patienten Euch gebraucht haben. Hausbesuche waren keine Ausnahme." Beide hätten, so Keller in seiner für die Feier vorbereiteten Rede, "auch manchmal bis über ihre eigenen Belastungsgrenzen hinaus uns Rafeldern, aber auch ihren auswärtigen Patienten in Krankheit und Not geholfen. Sie haben auch vielen am Ende des Lebens beigestanden". Diese enge Verbindung zwischen Arzt und Gemeinde, diese enge Vernetzung, diese Identifikation mit der Bürgerschaft und der gesamten Gemeinde, sei heute leider nicht mehr selbstverständlich.

Die Schwabes stammen aus Ostpreußen, sind in Grafenrheinfeld aber schnell heimisch geworden. Christian Keller spricht von einer Herzensheimat, die beide hier gefunden haben. "Ich habe mich mein Leben lang sehr gut bei Euch aufgehoben gefühlt. Und ich glaube, ich spreche für mindesten drei Generationen Grafenrheinfelder", so Christian Keller.  

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