Schweinfurt

Grüne stellen sich hinter SPD-Landrat Florian Töpper

Zwar nominieren die Grünen – anders als 2012 – Florian Töpper (SPD) nicht als ihren eigenen Landratskandidaten, mühen sich aber um den Eindruck, es sei eine Formalie.
Grünen-Kreissprecherin Ayfer Rethschulte (links) überreichte ein Radieschen-Kräuter-Sträußchen an Landrat Florian Töpper (Zweiter von rechts) als Zeichen, dass die Grünen den SPD-Kandidaten  auch als ihren Bewerber betrachten. Mit dabei Kreissprecher Johannes Weiß und Landtagsabgeordneter Paul Knoblach (rechts).
Foto: Josef Schäfer | Grünen-Kreissprecherin Ayfer Rethschulte (links) überreichte ein Radieschen-Kräuter-Sträußchen an Landrat Florian Töpper (Zweiter von rechts) als Zeichen, dass die Grünen den SPD-Kandidaten auch als ihren Bewerber ...

Geschlossenheit haben am Freitag die Kreis-Grünen und SPD-Landrat Florian Töpper demonstriert: Letzterer bekräftigte seinen Wunsch, erneut als Landrat zu kandidieren: "Ich will das Amt weiterführen."  Grünen-Kreissprecher Johannes Weiß sagte die "größtmögliche Unterstützung" im Wahlkampf zu. Seine Kollegin Ayfer Rethschulte sicherte Hilfe "mit ganzem Herzen und mit allen Kräften" zu. Die Unterstützung werde nicht geringer ausfallen als 2012. Kreisrat Walter Rachle sprach bewusst von "unserem Landratskandidaten".

Besondere Konstellation

2012 war Töpper sowohl von den Grünen als auch von der SPD als Landratskandidat nominiert worden. Diesmal verzichten die Grünen auf diesen Akt und bemühten sich beim Pressetermin um den Eindruck, dass es sich nur um eine Formalie handelt. Hintergrund des Mitgliedervotums, das unterstrich Rehtschulte, sei die veränderte Situation zu 2012. Zur Erklärung: 2020 findet, anders als vor sechseinhalb Jahren, gleichzeitig die Kreistagswahl statt, bei der beide Parteien getrennt um Sitze ringen; Töpper wird dabei am Spitzenplatz der SPD-Kreistagsliste erwartet. Aus diesem Grund votierte die Mehrheit der Grünen-Mitglieder gegen eine gemeinsame Nominierung.

Auch Töpper wies auf die besondere Konstellation im Wahljahr hin. Er zeigte sich zufrieden, dass die Grünen jene "größtmögliche Unterstützung" zugesichert haben. Er habe sich in diesem Amt ganz bewusst für eine Unabhängigkeit entschieden. Für ihn sei es eine klare Positionierung, parteiübergreifend und verbindlich zu handeln. Als kurze Bilanz seiner bisherigen Amtszeit sagte er, dass im Landkreis gute Arbeit geleistet worden sei, die man für sich sprechen lassen könne. Er möchte auch weiterhin Optimismus ausstrahlen.

Uneingeschränktes Lob für Töpper

Rethschulte und Kreistagsfraktionssprecher Walter Rachle lobten besonders Töppers Arbeit, die das Klima im Landkreis verändert habe. Auch im Kreistag, wie Rachle betonte. Zu Zeiten von Töppers Vorgänger hätten dort Angst und Missgunst geherrscht. Töpper habe nicht nur transparente Strukturen eingezogen, sondern auch mit seiner Abgeklärtheit für Deeskalation  gesorgt. Auch wenn CSU-Fraktionschef Friedel Heckenlauer bei "mancher Petitesse" das Haar in der Suppe gesucht habe.

Symbolisch überreichte Rethschulte Töpper ein rot-grünes Sträußchen: Radieschen ummantelt von Bärlauch, Schnittlauch und Rucola. 

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