Schleerieth

Gummistiefel-Weitwurf für Schwester Rosa

Dritte Generation junger Schleeriether unterstützt mit Benefizfest „ihre“ Ordensfrau in Südafrika
In der Landwirtschaft des Franziskanerinnen-Klosters in Eshowe in der Nähe der südafrikanischen Stadt Durban arbeitete die aus Schleerieth stammende Ordensschwester Rosa bis vor kurzem mit, um Aids-Waisen mit Lebensmitteln versorgen zu können.
Foto: Archiv Franziskanerinnen-Orden | In der Landwirtschaft des Franziskanerinnen-Klosters in Eshowe in der Nähe der südafrikanischen Stadt Durban arbeitete die aus Schleerieth stammende Ordensschwester Rosa bis vor kurzem mit, um Aids-Waisen mit ...

Es ist bereits die dritte Generation der Schleeriether Dorfjugend, die am Samstag, 6. Juli, nach fünf Jahren wieder ein Benefiz-Fest für Afrika, genauer für "ihre" Ordensschwester Rosa, organisiert. Etwa 25 000 Euro haben junge Leute bei früheren "Schwester Rosa-Festen" schon erlöst, um die Ordensfrau aus ihrem Dorf, die sich seit 58 Jahren in Südafrika um Kinder kümmert, in ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen.

"Schwester Rosa" ist der Ordensname der mittlerweile 84-jährigen Nonne aus Schleerieth, die hier als Theresia Drescher geboren wurde. Seit 1961 arbeitet sie als Oberzeller Franziskanerin in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal. Das Kloster in Eshowe in der Nähe der Stadt Durban hat ein landwirtschaftliches Anwesen, das Schwester Rosa mit einheimischen Helfern bewirtschaftete. Nahrungsmittel werden hier angebaut, um vor allem Kinder mit Lebensmitteln zu versorgen.

Der Bedarf dafür hat enorm zugenommen. "Die Zahl der Aids-Waisen, die nicht mehr versorgt werden und deshalb die Hilfe der Schwestern suchen, ist ständig gestiegen", weiß Fabian Schmittfull. Der 23-Jährige aus dem Vorstand des Sportvereins ist einer der neuen Verantwortlichen für das Fest, das es seit 1991 im Abstand von einigen Jahren gibt. Sein Vater Matthias Schmittfull hatte mit Schwester Rosas Nichte, Rita Pfeuffer, einst das Benefizfest mitorganisiert. Dann war die zweite Helfer-Generation mit hineingewachsen. Jetzt haben die Gründer aufgehört, und die dritte Generation, die Jungen von 18 bis 30 Jahren, kümmern sich um selbstgemachte Spießbraten, Burger oder Pizza.

Knie-OP verhindert Festteilnahme von Schwester Rosa

Normalerweise fliegt Schwester Rosa aus Südafrika zu den Benefizfesten in ihren Geburtsort Schleerieth, manchmal begleitet von einheimischen Ordensfrauen. Aber diesmal, so weiß Fabian Schmittfull, macht eine Knieoperation der 84-Jährigen zu schaffen. Sie musste inzwischen auch die Feldarbeit in jüngere Hände legen.

Für die jungen Schleeriether ist die Anwesenheit "ihrer" Schwester immer eine Motivation gewesen: "Sie freut sich immer so, wenn wir das Fest organisieren", erklärt der 23-Jährige. "Und wir freuen uns, wenn sie glücklich ist."

Er spricht von der "tollen Gemeinschaft" seines Ortes, vom Spaß am Organisieren der 15 Mann starken Fest-Truppe, vom Gewinn des Dorflebens durch die Feier, von der Fortsetzung einer Tradition. Und davon, dass der finanzielle Erfolg schon viel Gutes in Südafrika bewirkte: Ein Traktor für das Kloster, ein Computer, ein Drucker oder ein Herd konnten schon angeschafft werden. "Der Erfolg ist für uns auch eine Auszeichnung."

Mit Gaudi-Spielen wie Gummistiefel-Weitwurf, Schubkarren-Rallye, Baumstamm-Wettsägen, Elfmeter-Schießen oder gar einer selbst gebauten Kegelbahn wollen die Organisatoren das "Schwester Rosa-Fest" am Samstag, 6. Juli, ab 14 Uhr bereichern. Musik wird es ab 16 Uhr von "Brennend Böhmisch" geben und ab 21 Uhr vom "DJ der guten Laune".

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