Schweinfurt

Gute Straßen und Radwege im Landkreis Schweinfurt

Erste Einblicke für die neuen Mitglieder im Kreisausschuss für Straßenbau und Radwegeinfrastruktur. 46 Eidechsen wurden zwischen Herlheim und Alitzheim umgesetzt.
60 000 Euro gibt der Landkreis im Jahr für die Beschilderung der Rad- und Wanderwege aus.
60 000 Euro gibt der Landkreis im Jahr für die Beschilderung der Rad- und Wanderwege aus. Foto: Fuchs-Mauder

Dass man mit dem etwas sperrigen Namen ganz bewusst auf die wichtige Rolle des Radverkehrs aufmerksam mache, erklärte Landrat Florian Töpper zu Beginn des in neuer Besetzung erstmals tagenden Kreistagsausschusses für Straßenbau und Radwegeinfrastruktur. Zum Auftakt gab es am Donnerstagnachmittag dann auch gleich von Johanna Böhm (Kreisentwicklung und Regionalmanagement) einen Sachstandsbericht zum Radwegenetz, das "gut ausgebaut" sei. 

Zuständig ist die Abteilung Kreisentwicklung und Regionalmanagement des Landratsamtes für die Beschilderung der Radwege, die Datenpflege beim Radwegenetz im Internetportal "hubermedia", für Abstimmmungen mit der Stadt und den benachbarten Landkreisen; nicht aber für den Radwegebau. Beschildert sei auf 800 Kilometern ein touristisch attraktives Wegenetz mit Radfernwegen, regionalen Zielverbindungen und thematischen Rundtouren. Auch habe der Kreis 76 Rastplätze mit Infotafeln und Fahrradständern ausgestattet, so Böhm.

Für das Radeln in der Freizeit

Zu dem Leader-Projekt "Benchmark Radtourismus" merkte die Referentin an, dass hier der Focus auf Freizeitradler, besonders auf Radwanderer und touristische Besucher liege. Zur im vergangenen Jahr gestellten Anfrage auf Mitgliedschaft des Landkreises in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V., die sich landesweit für eine bessere Infrastruktur, für Radkultur, Sicherheit und Umweltschutz einsetzt, nannte Johanna Böhm die Aufnahmekriterien:   

Verlangt sind vor allem eine politische Grundsatzentscheidung zur Förderung des Radverkehrs, eine zentrale Koordinierungsstelle und ein Radverkehrsbeauftragter, ein Radverkehrskonzept und  ein Maßnahmenplan mit zeitlichen Vorgaben. Verbunden sei die Aufnahme auch mit Aufgaben, darunter die Koordinierung und Vernetzung der Verkehrsplanungsträger (Staatliches Bauamt, Landkreis, Gemeinden), die Beratung der Kommunen und ein Baustellenmanagement. In ihrem Ausblick sprach Böhm eine Vermarktung des Radwegenetzes gemeinsam mit anderen Landkreisen und Tourismusvertretern, Lückenschlüsse (etwa zwischen Sulzdorf und Wetzhausen) sowie die Aufnahme neuer Fern- und Rund-Radwanderwege an.

300 Kilometer Kreisstraßen

Einen Einblick in die Arbeit des Tiefbauamts gab anschließend dessen Leiter Marco Kraus. Trotz des beachtenswerten Ausbaustands bei den Kreisstraßen von 96,3 Prozent sei viel zu tun, nicht zuletzt wegen der immer größer und schwerer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge, für die so manche Straße zu eng geworden sei. Das Netz der Kreisstraße summiert sich auf gut 300 Kilometer, wovon 80 Kilometer mit straßenbegleitenden Geh- und Radwegen (die Baulast liegt hier oft bei den Gemeinden) bestückt sind.

Die Mitarbeiter von Marco Kraus sind in der Verwaltung (fünf Kräfte), im Bauhof Niederwerrn (21) und im Stützpunkt Gerolzhofen (zwölf) eingesetzt. Zu den Hauptaufgaben zählen neben dem Osterputz (vor allem an den Straßenrändern) die mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochenen Mäharbeiten entlang der Kreisstraßen, das Ausbessern der Straßenbeläge, der Winterdienst und die Pflege der Ausgleichsflächen (für Ausbaumaßnahmen). Zur Ausstattung des Amtes zählen vier Lkw mit Ladekran, zwei Unimogs, jeweils ein Radbagger und ein Radlader, ein Universalmähgerät, eine Kehrmaschine, Sreckenwart- und Mannschaftsfahrzeuge, Walzen Mähgeräte, Schneepflüge und die Vorrichtungen für die Salzstreuung.

Die Baustellen im Jahr 2020

Arbeiten an Straßendecken kündigte Marco Kraus für das laufende Jahr bei den Ortsdurchfahrten Pfändhausen und Rundelshausen sowie auf den Straßen zwischen Dittelbrunn und Hambach, Pfersdorf und Holzhausen sowie zwischen Grettstadt und Schwebheim an.

Auch der nächste und letzte Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung betraf den Straßenbau. Nachdem die Mitarbeiter des Tiefbauamts 46 erwachsene Zauneidechsen (Artenschutz) auf eine Ersatzfläche umgesetzt haben (Kosten 10 000 Euro), laufen jetzt die Ausschreibungen für den 1,4 Millionen teuren Ausbau der Kreisstraße zwischen Herlheim und Alitzheim. Auf der 2,72 Kilometer langen Strecke wollen die Gemeinden Sulzheim und Kolitzheim zusätzlich einen Radweg errichten. 

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