Dittelbrunn

"HauFin" will E-Bikes und Räder fördern

"Fahrrad-Leasing durch Entgeltumwandlung": Um dieses Thema ging es bei der aktuellen Tagung des Haupt- und Finanzausschusses (HauFin), als "Notgemeinderatssitzung", in verkleinerter Lockdown-Runde. Die Gemeinde Dittelbrunn wollte ihren Angestellten schon 2018 das Leasing von Dienstfahrrädern und E-Bikes ermöglichen. "Die Gewerkschaften haben nicht mitgespielt", so Bürgermeister Willi Warmuth im Pfarrheim Hambach. Ver.di hegt bis heute Bedenken,  bezüglich eines möglichen Rentenschwunds: im Gegenzug zur Ersparnis für Angestellte im öffentlichen Dienst, beim Erwerb eines klimaneutralen Zweirads.

Beim letzten Tarifabschluss hat die Gewerkschaftsseite allerdings einer solchen Regelung zugestimmt. Die Gemeinde verspricht sich vom "Jobrad" ein positives Image, einen CO2-sparenden Beitrag zum Umweltschutz, Fitness-Förderung für die Mitarbeiter, aber auch Einsparungen bei Steuern und Sozialabgaben. E-Bikes seien sportanregend und damit nicht weniger gesundheitsfördernd als batteriefreie Fahrräder, meinte Warmuth auf Nachfrage von Lukas Hartung. Holger Schmitt denkt an eine abschließende Evaluation des Projekts und die Teilnahme an einem Wettbewerb, Stichwort Stadtradeln. Über die AOK-Aktion "Mit dem Fahrrad zur Arbeit" seien einige Beschäftigte schon dabei, meinte der Bürgermeister: "Wir wollen ein Zeichen setzen". Von 120 Beschäftigten hätten vierzig auf jeden Fall Interesse an einem solchen Angebot. Auch Lars Neubauer berichtete von positiven Erfahrungen in seiner Firma.

Kritik gab es am regen Autoverkehr auf der Heeresstraße Richtung Schießhaus, im Schreiben eines Dittelbrunner Bürgers an die Gemeinde. "Die Straße ist gesperrt", bekräftigte der Bürgermeister, man sei aber nicht die zuständige Behörde, die die Einhaltung des Fahrverbots überprüfe. Lars Neubauer verwies auf Probleme von Hambach aus Richtung Brönnhof, mit parkenden Autos. "Es wird von Woche zu Woche schlimmer", meinte auch Warmuth. Die Polizei schreibe Parksünder auf und berufe sich auf die Gemeinde Dittelbrunn. Die sei aber nicht der Urheber, betonte der Rathauschef, der entsprechend "Protest" eingelegt hat. Tatsächlich sei bereits die Zeller Gemarkung betroffen.

Der Kreistag werde demnächst ein Rad- und Wanderweg-Konzept erlassen, mit dem Parkplätze am Hambacher bzw. Pfändhauser Sportheim oder an der "Jubiläumshütte", am Radweg zwischen den beiden Dörfern, ausgewiesen werden könnten. Allerdings: Man müsse von dort dann schon ein Stückweit zum Brönnhof laufen oder mit dem Rad fahren.

Lukas Hartung zeigte sich verwundert, dass die Schweinfurter Touristik-Info bereits Wege und Parkplätze in einem Flyer vorstelle. Willi Warmuth sah es ähnlich, der Kreistag habe noch nicht entschieden. Es müsste einen kürzeren Weg ins Naherholungsgebiet Brönnhof geben, fand Hartung, und dachte da ans Lauerbachtal. Das sei nicht Gemeindegebiet, so der Bürgermeister, es gebe aber eine Alternative am Waldrand. Am Fahrverbots-Schild an der Heeresstraße wollte Warmuth nicht rütteln. Die Bima sei dort als Bundesbehörde Eigentümer. Sie müsste die Straße "top in Schuß" halten, sobald diese für den Verkehr geöffnet würde.  Eine Regelung "Befahren auf eigene Gefahr" sei nicht möglich. Lukas Hartung hatte daran erinnert, dass die Sperrung aus der Zeit stammt, als auf der Heeresstraße noch Panzer gerollt sind: "Mir fehlt das Verständnis fürs Verbotsschild."

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