Geldersheim

Haushaltsberatung: Geldersheim konzentriert sich auf die Kernaufgaben

Haushaltsberatung: Geldersheim konzentriert sich auf die Kernaufgaben

"Wir wollten den Haushalt schneller verabschieden", sagte Bürgermeister Thomas Hemmerich zu Beginn der Gemeinderatssitzung. Schon vor sechs Wochen sollte der Etat unter Dach und Fach sein. Doch dann kam noch einmal Corona ins Haus und lähmte die Verwaltung.

Das aktuelle Zahlenwerk ist nach wie vor geprägt von den Investitionen der Vorjahre, wie Aussegnungshalle oder Kindergarten. Dazu kommen künftige Großprojekte wie die Errichtung eines neuen Bauhofs (an der südlichen Zufahrt Richtung Conn Barracks), die Beteiligung an der millionenschweren Sanierung der Mittelschule Bergrheinfeld sowie größere Investitionen in die Feuerwehr.

Der Haushaltplan sei im Januar erstellt worden, betonte Hemmerich. Seit dem 24. Februar, dem Beginn der Ukraineinvasion, habe man in der Politik aber keine Garantie mehr. Durch Krisen wie Krieg und Corona werde es schwieriger, Investitionen durchzuführen. In naher Zukunft gelte es vor allem, die Kernaufgaben zu erfüllen.

"Was man im Januar oder Februar plant, kann im März schon ganz anders aussehen", bestätigte Kämmerin Nadine Zier. Entsprechend rät die Finanzverwaltung noch weit mehr zur Vorsicht als sonst. Etwas über fünf Millionen Euro umfasst der Verwaltungshaushalt, das sind zehn Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Der Vermögenshaushalt ist um 8,6 Prozent geschrumpft und beträgt 2,87 Millionen Euro. Ihm werden 104.000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt.

Die Schulden sollen im Lauf des Jahres leicht sinken, von 2,1 auf 2,05 Millionen Euro. Auch am Biegenbach wird 2022 tief in die Rücklagen gegriffen, die von 1,45 Millionen Euro auf 217.450 Euro (Ende 2022) schwinden werden. In den nächsten Jahren soll sich der Umfang des Verwaltungshaushalt wenig ändern, der Vermögenshaushalt verliert aber deutlich an Gewicht. 2025 wird er laut Plan noch 793.200 Euro betragen. Das Budgetwerk wurde einhellig gebilligt.

Neue Wohnfläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen

Geographin Claudia Roschlau vom Haßfurter Büro Baur Consult referierte über die 4. Änderung des Flächennutzungsplans mit Landschaftsplan. 54 Träger öffentlicher Belange waren angeschrieben worden. Neben dem künftigen Bauhof soll ein Heckenstreifen komplett erhalten werden. Positiv bewertet die Landesplaungsbehörde die Absicht der Gemeinde, auf dem Areal der Gärtnerei Schemmel einen Ersatzneubau "Seniorenheim" als Teil der Daseinsfürsorge zu schaffen. Der Standort ist im Gemeinderat nicht unumstritten.

Theoretisch könnten in den nächsten 15 Jahren 40 Hektar neue Wohnflächen bebaut werden. 35 Hektar davon liegen am südlichen Ortsrand. Dieses Potential möchte sich Geldersheim erhalten, auch wenn die offizielle Demographie einen Anstieg der Bevölkerung von nur 0,6 Prozent auf 2930 Geldersheimer im Jahr 2033 prognostiziert.

Kritisch sah der Bürgermeister einen Bericht in dieser Zeitung, in dem es um teilweise steigende Aufwandsentschädigungen der Bürgervertreter im Landkreis Schweinfurt ging. Geldersheim rangiert hier mit 25 Euro pro Sitzung unter dem Durchschnitt. Es werde ein falscher Eindruck von der ehrenamtlichen Arbeit eines Gemeinderats vermittelt, meinte Hemmerich. Räte würden kein Zusatzeinkommen erhalten, stellte er klar.

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