Kolitzheim

Herausforderungen von Corona gut bewältigt

Die Vorberatung des Haushaltes der Gemeinde Kolitzheim für das Jahr 2021 war der wichtigste Punkt der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Kolitzheim. Gesondert besprochen wurde der Etat der Grundschule Kolitzheim, daher waren die Rektorin Michaela Kirchner und Konrektorin Jana Niedermeyer zu dieser Sitzung eingeladen.

Bürgermeister Horst Herbert informierte über den aktuellen Stand der Planungen für den Schulhausneubau: der Gemeinderat hatte sich für einen zentralen Neubau für die Grundschule entschieden. Aktuell werden die gut 200 Schüler in neun Klassen noch an drei Standorten (Herlheim, Zeilitzheim, Stammheim) unterrichtet. Die Planungsunterlagen wurden an die Regierung von Unterfranken gegeben. Von dort kam die Rückmeldung, dass man nachweisen müsse, dass der zentrale Neubau wirtschaftlicher sei als die Renovierung der bestehenden Gebäude.

Keine Möglichkeit der Erweiterung an den derzeitigen Standorten

Die Planungen seien nach den Überlegungen zum Konzept künftiger pädagogischer Arbeit in Zusammenarbeit mit "Lernlandschaft", an der Schule erstellt worden. "Lernlandschaft" beschäftigt sich mit der pädagogischen Projektbegleitung zur Erstellung von Schulkonzepten. So steht die gemeinsame Entwicklung von Standards für die Gestaltung zukunftsfähiger Lernräume und die Erstellung eines pädagogischen Raumfunktionsbuches auf dem Programm.

Eltern, Schüler, Lehrer und Vertreter des Gemeinderats waren zur Mitarbeit eingeladen. Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass man gute Argumente für die Wirtschaftlichkeit des Neubaus gegenüber der Option Renovierung habe: an den augenblicklichen Schulstandorten gebe es keine Möglichkeiten für Erweiterungen, und die Renovierung der Schulgebäude, die aus den sechziger Jahren stammen, seien sehr aufwendig.

Bis zum Schuljahr 2024/25 steigen die Schülerzahlen

Der Bürgermeister informierte auch über die Prognose der Entwicklung der Schülerzahlen: Bis zum Schuljahr 2024/25 rechne man mit einer Steigerung der Schülerzahlen auf 248 Schüler. Diese Zahl von Schülern könne in den bisherigen Räumlichkeiten nicht unterrichtet werden, es müssen also Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden, bedingt auch dadurch, dass im Zeilitzheimer Schulgebäude der Kindergarten untergebracht sei. Dass der Schulhausneubau bis dahin fertigstellt sei, diese Annahme sei nach seiner Meinung "sehr gewagt". Danach sinken die Schülerzahlen allmählich weiter ab, bis auf unter 200 Schüler.

Rektorin Michaela Kirchner berichtete über die aktuelle Situation in der Schule: Man habe wenige Personalausfälle zu verzeichnen, Schüler und Lehrer trügen den ganzen Tag über Masken. Gerade für die Kinder in den ersten Klassen erschwere das Tragen der Masken das Lernen: Die Maske verhindere, dass man die Worte der Lehrer vom Gesicht ablesen könne. Auch die Mitarbeit der Eltern sei vorbildlich, sie würden ihre Kinder schon bei geringen Krankheitsanzeichen zu Hause lassen, sodass man bisher noch nie eine Entscheidung habe treffen müssen, ein Kind nach Hause zu schicken, weil es Krankheitsanzeichen zeigte.

Schüler halten sich vorbildlich an Maskenpflicht

Auch die Schüler hielten sich vorbildlich an die Maskenpflicht, "es scheint sich für sie normalisiert zu haben", meinte die Pädagogin. Die Kollegen seien kreativ, Alternativen zu Sport- und Musikunterricht zu entwickeln. Beides sei in der gewohnten Form nicht möglich. Bisher sei noch kein Unterricht ausgefallen, man habe auch bisher noch keine Quarantäne-Fälle zu verzeichnen gehabt. Die Situation sei für Lehrer, Schüler und Eltern eine große Herausforderung, man müsse sich, bedingt auch durch die sich schnell verändernden Vorgaben von oben, die relativ kurzfristig kommuniziert würden, häufig schnell neu einstellen. "Das Personal hält durch, ist aber nicht endlos belastbar", so Kirchner.

Kämmerer Werner Knoblach stellt den Haushaltplan der Schule vor. Die Besprechung des Schuletats ist ein Teil des Tagesordnungspunktes "Vorberatung des Haushalts 2021". Rektorin Kirchner bedankte sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Kämmerer Werner Knoblach: "Man kann sich auf die Schule verlassen". Die Rektorin erläuterte, dass coronabedingt weniger Kosten für Fahrten zum Schwimmbad nach Gerolzhofen zum Schulschwimmmen und auch für pädagogische Ausflugsfahrten angefallen seien. Nach wie vor werde das Projekt "musische Erziehung" in Zusammenarbeit mit der Musikschule Hammelburg weiterverfolgt.

Genaue Aufschlüsselung in nächster Haushaltsberatung

Auf Nachfragen von Reinhard Heck, welche Anschaffungen man sich unter dem Haushaltsposten "Geräte-Ausstattungen" vorstellen könne, erhielt er die Auskunft, dass diese Summe auf den ersten Blick hoch erscheine. Wenn man sich jedoch vor Augen halte, dass man diese Summe durch neun teilen müsse, weil es neun Klassen gebe, relativiere sich die Höhe der Ausgaben. Darüber hinaus, so die Konrektorin Jana Niedermeyer, sei man bestrebt, Material von guter Qualität zu beschaffen. So koste zum Beispiel ein Xylophon 400 Euro. 

Renate Moller hielt die Nachfrage von Heck berechtigt, Rektorin Kirchner bot an, bei der nächsten Haushaltsberatung diese Position genauer aufzuschlüsseln. Bürgermeister Horst Herbert bestätigte der Schulleitung eine sparsame Haushaltsführung.

Diskussion um Anschaffung eines CO2-Messgeräts

Diskussion gab es auch um den Wunsch der Schule, CO2 -Messgeräte anzuschaffen. Es gebe den Lehrern Sicherheit, wann die Fenster zu öffnen seien, weil der CO2- Gehalt zu hoch sei. Die Kosten für diese Geräte beträfen nicht den Schuletat, sondern würden im Etat für das Gebäude verbucht, informierte Kämmerer Werner Knoblach. Ulrike Bach merkte kritisch an, ob man denn für alles technische Hilfsmittel brauche: man wisse doch, dass nach 20 Minuten die Luft verbraucht sei, dann reiße man eben die Fenster auf. Da die Fördervoraussetzungen für Raumlüfter zur Zeit noch sehr unübersichtlich seien, traf man hier noch keine Entscheidung.

Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass die Medienausstattung für die Schule in Auftrag gegeben sei, man rechne, dass im Dezember die Geräte kommen. Der Gemeinderat stimmte geschlossen zu, dass man den vorgelegten Entwurf für den Schulhaushalt in den Gesamthaushalt einbauen könne. Über den Verwaltungshaushalt der Schule werde in einer eigenen Sitzung verhandelt. 

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