Grettstadt

Herzwein für den Paragraphen-Kenner

Der Grettschter Gemeinderat gab dem Geschäftsleiter einen (handgeflochtenen) Korb, mit heimischen Produkten: Bürgermeister Ewald Vögler bedankte sich beim scheidenden Verwaltungschef Jürgen Markert, zusammen mit seinen Stellvertretern Ruth Volz und Artur Kloß (von links).
Foto: Uwe Eichler | Der Grettschter Gemeinderat gab dem Geschäftsleiter einen (handgeflochtenen) Korb, mit heimischen Produkten: Bürgermeister Ewald Vögler bedankte sich beim scheidenden Verwaltungschef Jürgen Markert, zusammen mit ...

Die Gemeinderäte kamen doch etwas ins Schwitzen, bei ihrer jüngsten Sitzung. An der (überschaubaren) Tagesordnung lag es nicht: Im Bürgersaal wird derzeit gut eingeheizt, da er auch noch eine Notgruppe der Schule beherbergt.

Verabschiedet wurde Jürgen Markert als Geschäftsleiter der Gemeinde. Der Holzhäuser wechselt nach elf Jahren südlich des Mains ins näher gelegene Oerlenbach (wir berichteten). Bürgermeister Ewald Vögler hat schon offizielle Abschiedsworte seitens der Gemeinde gesprochen. Nun schauten weitere Weggefährten im historischen Rathaus vorbei.

Günter Birkner, ein Veteran des Gemeindeparlaments, übernahm die Laudatio, neben einem handgeflochtenen Präsentkorb: Der war mit Spezialitäten aus allen vier Dörfern gefüllt, inklusive Gurken, Wurst und Schinken, Bienenwachs oder Mehl aus der heimischen Mühle. "Was wäre ich gewesen ohne den Jürgen?", fragte Wolfgang Eller, der als Zweiter Bürgermeister a.D. einen Herzwein dabei hatte. Bei jeder Sitzungsleitung habe er sich auf Markerts Paragraphenkunde verlassen können.

"Ich habe meine Entscheidung für Grettstadt nie bereut", sagte der Geehrte, der sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die Wertschätzung bedankte. Als neuer Geschäftsleiter wurde dem Gremium bereits Michael Niklaus vorgestellt, der aus Grafenrheinfeld nach Grettstadt gekommen ist.

Im Rathaus steht auch sonst eine Umstrukturierung an, infolge des Wechsels von "Allround"-Mitarbeiter Michael Lommel in die umgekehrte Richtung. In der Verwaltung wird es nun die drei Blöcke Bauwesen, Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie IT/EDV geben, und insgesamt eine weitere halbe Stelle geschaffen werden.

Unter "Verschiedenes" ging es um die Problematik Klärschlamm-Entsorgung: die "Altlasten" der Klärwerke dürfen in naher Zukunft nicht mehr auf die Felder ausgebracht werden. Einige Kommunen würden einem Verband in den Haßbergen beitreten, um die  Weiterverarbeitung zu regeln, sagte Vögler. "Wir in der Verwaltung sind der Meinung, wir warten erstmal ab". Die Verbandsneugründung sei mit entsprechenden Beiträgen verbunden. Derzeit klappe es noch mit der Entsorgung. Das Konzept des Nachbarn Gädheim, der Abwässer aus Ober- und Untereuerheim verarbeitet, beruhe auf einem mobilen Gerät zum Schlammpressen, so Vögler auf Nachfrage von Andreas Schech. Waigolshausen wiederum rüste sein relativ neues Klärwerk mit einer fest installierten Pressanlage nach.

Jens Machnow fand als Dürrfelder Gemeinderat kritische Worte bezüglich der robusten Baum- und Heckenpflege, Stichwort Naturschutz, und zeigte Bilder. Jetzt im Frühjahr sei so ein Vorgehen richtig, fand Birgit Reinhart: "Es sieht nur kahl aus". Die Landwirte müssten die Wege befahren können. Ähnlich sah es Andreas Schech, auch zugewucherte Gräben würden schnell zum Problem. Josef Pfister mahnte, private Hecken nicht mitzuschneiden.

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