Schweinfurt

Historische Chance für Schweinfurt

Historische Chance für Schweinfurt       -  Konversion als Herkulesaufgabe oder Riesenchance? Beides, das wurde bei der Bürgerversammlung in der Rathausdiele schnell klar, als der Konversionsbeauftragte Hans Schnabel nicht nur den zeitlichen Ablauf, sondern auch die einzelnen Maßnahmen den Bürgern noch einmal vorstellte.  Im Februar 2012 gab die amerikanische Armee bekannt, dass sie den Standort Schweinfurt mit den Ledward-Barracks sowie Askren Manor, Kessler Field und Yorktown in der Stadt sowie die Conn-Barracks bei Geldersheim im Landkreis Schweinfurt aufgeben werde. Im September 2014 war der Abzug beendet, seitdem gab es beeindruckende Aktivitäten: In den Ledward-Kasernen wurde die Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 2700 Flüchtlinge eingerichtet, im Moment leben dort nur noch rund 350 Personen. Das Projekt iCampus in Ledward als neuer Standort für die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt ist auf den Weg gebracht, Baubeginn soll im Herbst nächsten Jahres sein.   In Yorktown-Village sind 64 Doppelhaushälften unter 900 Bewerbern verlost worden, die meisten Häuser bereits saniert, viele Hausbesitzer schon eingezogen. Die International School Mainfranken zieht im November aus Unterspiesheim in das ehemalige High-School-Gebäude am Kessler Field um. Die Planungen für Askren Manor westlich des Kennedy-Rings sind ebenfalls weit gediehen, dort entsteht ein kleines neues Stadtviertel mit 650 bis 680 Wohneinheiten – eine Mischung aus neuen Doppelhaushälften, sanierten Appartements, neuen Mietwohnungen und auch Sozialwohnungen. Die Investitionssumme für die Konversion ist gewaltig: 62,5 Millionen Euro im Zeitraum 2015 bis 2019, so Schnabel, unter anderem für Grunderwerb, Abbruch von Gebäuden und Baukosten. Die Stadt erlöst im Gegenzug 56 Millionen Euro, durch Mieten wie in der Erstaufnahme, Verkäufe wie die 61 400 Quadratmeter für den iCampus der FH oder staatliche Zuschüsse. Grundsätzliche Bedenken ob der Pläne wurden von den Bürgern nicht geäußert, Detailfragen schon. Interessant war die Frage nach möglichen Altlasten, wobei Hans Schnabel beruhigte: „Wir haben nicht die Katze im Sack gekauft.“ Man habe bei den sieben Grundwassermessstellen keine Auffälligkeiten festgestellt, außerdem gebe es in den Kaufverträgen mit der Bundesvermögensverwaltung eine Altlastenhaftungsklausel.
Foto: Anand anders | Konversion als Herkulesaufgabe oder Riesenchance? Beides, das wurde bei der Bürgerversammlung in der Rathausdiele schnell klar, als der Konversionsbeauftragte Hans Schnabel nicht nur den zeitlichen Ablauf, sondern auch die einzelnen Maßnahmen den Bürgern noch einmal vorstellte. Im Februar 2012 gab die amerikanische Armee bekannt, dass sie den Standort Schweinfurt mit den Ledward-Barracks sowie Askren Manor, Kessler Field und Yorktown in der Stadt sowie die Conn-Barracks bei Geldersheim im Landkreis Schweinfurt aufgeben werde. Im September 2014 war der Abzug beendet, seitdem gab es beeindruckende Aktivitäten: In den Ledward-Kasernen wurde die Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 2700 Flüchtlinge eingerichtet, im Moment leben dort nur noch rund 350 Personen. Das Projekt iCampus in Ledward als neuer Standort für die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt ist auf den Weg gebracht, Baubeginn soll im Herbst nächsten Jahres sein. In Yorktown-Village sind 64 Doppelhaushälften unter 900 Bewerbern verlost worden, die meisten Häuser bereits saniert, viele Hausbesitzer schon eingezogen. Die International School Mainfranken zieht im November aus Unterspiesheim in das ehemalige High-School-Gebäude am Kessler Field um. Die Planungen für Askren Manor westlich des Kennedy-Rings sind ebenfalls weit gediehen, dort entsteht ein kleines neues Stadtviertel mit 650 bis 680 Wohneinheiten – eine Mischung aus neuen Doppelhaushälften, sanierten Appartements, neuen Mietwohnungen und auch Sozialwohnungen. Die Investitionssumme für die Konversion ist gewaltig: 62,5 Millionen Euro im Zeitraum 2015 bis 2019, so Schnabel, unter anderem für Grunderwerb, Abbruch von Gebäuden und Baukosten. Die Stadt erlöst im Gegenzug 56 Millionen Euro, durch Mieten wie in der Erstaufnahme, Verkäufe wie die 61 400 Quadratmeter für den iCampus der FH oder staatliche Zuschüsse. Grundsätzliche Bedenken ob der Pläne wurden von den Bürgern nicht geäußert, Detailfragen schon. Interessant war die Frage nach möglichen Altlasten, wobei Hans Schnabel beruhigte: „Wir haben nicht die Katze im Sack gekauft.“ Man habe bei den sieben Grundwassermessstellen keine Auffälligkeiten festgestellt, außerdem gebe es in den Kaufverträgen mit der Bundesvermögensverwaltung eine Altlastenhaftungsklausel.

Konversion als Herkulesaufgabe oder Riesenchance? Beides, das wurde bei der Bürgerversammlung in der Rathausdiele schnell klar, als der Konversionsbeauftragte Hans Schnabel nicht nur den zeitlichen Ablauf, sondern auch die einzelnen Maßnahmen den Bürgern noch einmal vorstellte. Im Februar 2012 gab die amerikanische Armee bekannt, dass sie den Standort Schweinfurt mit den Ledward-Barracks sowie Askren Manor, Kessler Field und Yorktown in der Stadt sowie die Conn-Barracks bei Geldersheim im Landkreis Schweinfurt aufgeben werde. Im September 2014 war der Abzug beendet, seitdem gab es beeindruckende Aktivitäten: ...

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