Sennfeld

Innenentwicklung: Noch einmal neu denken

Auf dieser Fläche inklusive des rechten Hauses sollen an der Hauptstraße von Sennfeld öffentliche und private Stellplätze und dahinter drei Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus entstehen.
Foto: Silvia Eidel | Auf dieser Fläche inklusive des rechten Hauses sollen an der Hauptstraße von Sennfeld öffentliche und private Stellplätze und dahinter drei Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus entstehen.

Mitten im Altort und nahe am Plan, im Bereich der Hauptstraße 17 bis 21 sollen neue Wohnungen und Einfamilienhäuser entstehen. Den Entwurf für den Bebauungsplan verwarf der Gemeinderat allerdings in seiner jüngsten Sitzung und beauftragte das Planungsbüro, eine neue Variante vorzustellen.

Im Mai hatte sich der Gemeinderat mehrheitlich mit einem Vorentwurf einverstanden erklärt, der vorne an der Hauptstraße überdachte, öffentliche und private Stellplätze vorsieht. Im hinteren Bereich sollten westlich eines mittigen Fußweges ein Mehrfamilienhaus mit maximal zwölf Wohnungen geplant werden, östlich des Weges drei Einfamilienhäuser mit Garagen.

Der Bebauungsplan der Innenentwicklung kann im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, erläuterte in der Sitzung noch einmal die Planerin Annika Puderbach vom Büro Wittmann, Valier und Partner (Bamberg). Das bedeutet, dass zu dem frühen Zeitpunkt auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung und auf die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange verzichtet werden kann. Dennoch wurde die Bevölkerung im Juni von den Grundzügen der Planung unterrichtet. Einwände gab es dabei keine.

Zweistündige Diskussion

Deshalb sollte der Bebauungsplanentwurf, der eins zu eins auf dem Vorentwurf aufbaute, nun vom Gemeinderat gebilligt werden, damit eine förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange erfolgen könne, sagte die Planerin. Allerdings hatten die Gemeinderäte in der knapp zweistündigen Diskussion so viele Einwände und Anregungen, dass aus einer bloßen Billigung nichts wurde.

Im Mittelpunkt der Kritik, vor allem von Stefan Eichhorn sowie den CSU-Räten, standen die überdachten Stellplätze: Zu teuer, zu viel Versiegelung, zu hohe Unterhaltskosten, zu wenig für die vielen Wohnungen und schlecht zuzuordnen. Die Kleinteiligkeit der Hauptstraße sollte mit den offenen giebelständigen Dächern aufgenommen werden, hielt Bürgermeister Oliver Schulze dagegen, das Gesicht des Ortskerns gewahrt werden.

Als zu viel kritisiert wurden auch die 92 Quadratmeter Grünfläche vorne an der Straße und entlang des Weges. Was aber, wie die Planerin und Thomas Mahr von der Bauverwaltung erläuterten, vom Grünplanungsbüro geprüft sei.

Steffen Reichert schlug vor, die Seiten der Bebauung links und rechts des Fußwegs zu tauschen: im Westen die Einfamilienhäuser, die dadurch Abendsonne bekämen, im Osten das Mehrfamilienhaus. Allerdings würden dadurch die Grundstücke der Einfamilienhäuser kleiner, im Schnitt 330 Quadratmeter, so Bürgermeister Oliver Schulze.

Er erinnerte daran, dass es die Idee war, sowohl Einfamilienhäuser für junge Familien als auch so viel Wohnraum wie möglich für ältere Menschen auf der Fläche unterzubringen. Gleichzeitig sollten neben den vorgeschriebenen privaten Parkplätzen auch die 18 öffentlichen plus zwei E-Ladesäulen dort erhalten werden. Die öffentlichen Stellflächen sind auch förderfähig, die Kosten der anderen werden auf das Mehrfamilienhaus umgelegt, ergänzte Thomas Mahr.

Eine eindeutige Zuordnung der privaten Stellplätze angrenzend an das Mehrfamilienhaus forderte Peter Knieß. Dabei dürfe die Gemeinde aber nicht die Gestaltungsmöglichkeit an der Hauptstraße verlieren, mahnte Schulze.

Spiegelung der Bebauung

Schließlich sprach sich der Gemeinderat mit zehn gegen drei Stimmen für eine Spiegelung der Bebauung links und rechts des Weges aus. Das Planungsbüro erhielt den Auftrag herauszufinden, wie viele Wohnungen maximal möglich sind, wenn auf dem Grundstück östlich des Weges noch die dazugehörigen Parkplätze integriert werden.

Gegen eine Stimme war der Gemeinderat außerdem dafür, für die drei Einfamilienhäuser Satteldächer mit Ziegel in dunklen und roten Tönen vorzugeben.

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