Schweinfurt

Integrationsbeirat: Aynur Scheuring bleibt Vorsitzende

Der Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt hat sich neu konstituiert. Warum er gerade jetzt wichtig ist und welche Ziele das Gremium in den nächsten Jahren hat.
Konstituierende Sitzung des Integrationsbeirats der Stadt Schweinfurt: (von links) Oberbürgermeister Sebastian Remele, Bürgermeisterin Sorya Lippert, Olga Michel, Osman Yalcin, Özcan Durukan und Vorsitzende Aynur Scheuring.
Konstituierende Sitzung des Integrationsbeirats der Stadt Schweinfurt: (von links) Oberbürgermeister Sebastian Remele, Bürgermeisterin Sorya Lippert, Olga Michel, Osman Yalcin, Özcan Durukan und Vorsitzende Aynur Scheuring. Foto: Stadt Schweinfurt Scheuring

Im Februar, vor der Corona-Pandemie, feierte der Schweinfurter Integrationsbeirat in der Rathausdiele seinen zehnten Geburtstag, kurz vor der Kommunalwahl wurde auch eine neue Kampagne vorgestellt unter dem Motto "Zukunft findet gemeinsam statt." Die Plakate waren in der ganzen Stadt und in den Bussen zu sehen.

Knapp 55 000 Einwohner hat Schweinfurt, 11 000 davon mit der Staatsbürgerschaft eines von gut 130 Ländern, die hier vertreten sind, und knapp 45 Prozent der Bürger Schweinfurts haben einen Migrationshintergrund. Das sind die Zahlen, doch dahinter verbirgt sich, dass Schweinfurt eine bunte, lebenswerte Stadt ist, in der die Bevölkerung aus fast allen Teilen der Welt seit Jahrzehnten friedlich miteinander auskommt. Ein wichtiger Faktor für das friedliche Zusammenleben ist der Integrationsbeirat, bei dem nun die Vorsitzende Aynur Scheuring für weitere drei Jahre an die Spitze gewählt wurde, ebenso ihr erster Stellvertreter Özcan Durukan.

Zu der konstituierenden Sitzung Mitte Juli in der großen Aula der Fachhochschule unter Corona-Schutzmaßnahmen im Beisein von Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) kamen 41 Personen, 23 entsandte Mitglieder aus Organisationen und Vereinen und 18 Schweinfurter mit Migrationshintergrund, die sich um einen der sieben Sitze als freies Mitglieder (ohne Entsendeorganisation) bewarben. Weitere fünf Personen bewarben sich aus beruflichen oder familiären Gründen in Abwesenheit.

"Erfreulich", schreibt Aynur Scheuring in einer Pressemitteilung, war nicht nur das große Interesse an der Arbeit des Integrationsbeirates, sondern auch die Vielfalt an Herkunftsländern, aus denen die Bewerber oder ihre Eltern stammen, darunter Somalia, Äthiopien, Syrien, Türkei, Frankreich Aserbaidschan, Kosovo, Ukraine, Russland, Mazedonien, Iran oder Irak.

Aynur Scheuring wurde als Vorsitzende, Özcan Durukan als 1. stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Neue 2. stellvertretende Vorsitzende ist Olga Michel, die aus der Ukraine stammt. Sie löst Osman Yalcin ab. Der Integrationsbeirat hat sechs Vertreter des Stadtrates, 17 Migrantenvertreter aus verschiedenen Organisationen und Vereinen sowie sechs freie Mitglieder. Hier wurden gewählt: Olga Michel (Ukraine), Esin Uzun (Türkei), Eda Yilmaz (Türkei), Beatrice Boulay-Benchert (Frankreich), Ülvi Mehdizade (Aserbaidschan), Adnan Ajam Oghli (Syrien) und Tarek Darkal (Syrien). Zum ersten Mal sind die Länder Frankreich, Aserbaidschan und Syrien im Integrationsbeirat vertreten.

Gegen Rassismus und Diskreminierung

Scheuring dankte den ausscheidenden Beiratsmitgliedern Inge Weigand, Ljubow Hurlebaus, Ana Ebel, Peter Hofmann und Margarita Afanasjew für ihr jahrelanges Engagement. Die vergangene Legislaturperiode bezeichnete sie als "sehr arbeitsintensiv und lehrreich". Man habe sich viele Gedanken über die Struktur und Arbeitsweise gemacht, arbeite auch an einer neuen Satzung. Scheuring betonte, dass die neue Satzung eine Klausel gegen Rassismus und Diskriminierung in den eigenen Reihen enthält: "Jede diskriminierende Äußerung und Handlung innerhalb des Beirates wird geahndet und kann sogar bis zu einem Ausschluss aus dem Gremium führen", erklärte Scheuring.

Sie verwies auf zahlreiche weitere Projekte in den letzten drei Jahren, unter anderem ein multikulturelle Konzert in der Rathausdiele, eine Fotoausstellung „Auf der Flucht – Frauen und Migration“, verschiedene Podiumsdiskussionen und die Feier zum zehnten Geburtstag des Gremiums. In den nächsten Jahren wolle man neue Satzung abschließen und den Fokus bei Projekten auf Kampagnen gegen Rassismus und Diskriminierung legen.

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