Niederwerrn

Ist die Einbahnstraße neben der Kita eine Sackgasse?

Einen offiziellen Niederwerrn-Mundschutz gab es gratis dazu, bei der Bürgerversammlung im Gemeindezentrum – mit 46 angemeldeten Besuchern. Bettina Bärmann berichtete von einer gewissen Stagnation beim Bevölkerungswachstum. 8943 Menschen leben in der Gesamtgemeinde, 7030 in Niederwerrn selbst.

Gleichzeitig gehe der Trend zur "Verjüngung", so die Bürgermeisterin: Nur jeder fünfte Bürger ist älter als 65. Nicht zuletzt dank der Asylbewerber sind nun 69 Nationen in der Stadtrandgemeinde vertreten.

In den nächsten Jahren stehen millionenschwere Großprojekte an, wie die Sanierung mit Teilneubau der Schule oder die Neue Mitte mit Museum und ökologischer "Vorzeige"-Energiescheune.

Wichernstraße: "Nur" zwei Beschwerden

Der ehemalige Flugplatz auf dem Gelände der Conn Barracks werde nicht reaktiviert, sondern Ausgleichsfläche, hieß es auf Nachfrage von Helmut Zirkelbach.

Volker Dibal beschwerte sich über die neue Einbahnstraßenregelung in der Wichernstraße, die Entlastung beim Verkehr rund um die neue Kita bringen soll. Die Änderung wäre kontraproduktiv und müsse zurückgenommen werden, sämtliche Anwohner seien dagegen: "Nun geht alles durch die Martin-Luther-Straße, die Von-Münster-Straße ist am schlimmsten dran." Durch die Wichernstraße werde gerast, auch die Parksituation habe sich nicht verbessert.

Man werde den Antrag beraten, meinte die Bürgermeisterin, und das Messgerät installieren. Sie wisse nur von zwei konkreten Beschwerden. Der Gemeinderat habe sich die Entscheidung keinesfalls leicht gemacht; einschließlich der Polizei habe jeder Fachmann dazu geraten. In der Wichernstraße könne man gar nicht rasen.

Raserei auch in der "Spielstraße"

Auch durch die Richard-Wagner-Straße werde zu schnell gefahren, kritisierte Helge Seufert: "Bei uns ist die Hölle los." Das "Spielstraßen"-Schild werde nicht gesehen. Selbst im unbefestigten Seilersweg (besser bekannt als "Hundsgasse") führen Autos rasant durch. Ob man die Anwohner-Zufahrt nicht in der Mitte teilen könne? Hunde hinterließen dort ebenfalls Spuren.

Bärmann versprach Verkehrsüberwachung. Die Hundesteuer habe man bewusst erhöht, angesichts der bekannten Verschmutzungsprobleme.

Hochwasserschutz und Altlasten

Thomas Ammon fragte nach dem Hochwasserschutz, mit Blick auf die Überschwemmungen 2013 und 2018. Im Extremfall würde es auch in der langen Kautzenstraße Autos "den Berg runterspülen". Man werde den Hochwasserschutz ausbauen, sobald die Ergebnisse der Altlasten-Untersuchung im Gademannviertel vorlägen, so Bärmann. Unter anderem soll ein Grüngürtel entlang der Wern geschaffen werden.

Gewünscht wurde eine Aufschotterung des Feldwegs am Ende der Hainleinstraße (der sich allerdings auf Stadtgebiet befindet). Auch am Minikreisel und der allgemeinen Parksituation im Ort gab es Kritik.

An der teueren Stadtbus-Tarifgrenze

Ebenfalls moniert wurde, dass ab dem Schweinfurter Hainig das Busticket deutlich günstiger sei als in Niederwerrn. Die Gemeinde bezuschusse die Differenz zum Stadttarif bereits beim Ticket für Dauerfahrer, sagte die Bürgermeisterin. Viele Niederwerrner würden schon auf Stadtgebiet aussteigen, in der Folge wären die eigenen Buslinien bedroht. Derzeit gestalte der Landkreis aber den ÖPNV neu.

Hanne Kranz regte einen Handlauf an den Stufen zur Wohnscheibe Hainleinstraße an, in Richtung Zahnärztin, für die Senioren. Von Thomas Ammon gab es einen Dank an die politische Gemeinde für die gute Zusammenarbeit beim Bau des evangelischen Kindergartens.

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