Grafenrheinfeld

Jahrmarktflair beim Orgel-Open-Air

Eine mobile Pfeifenorgel sorgte auf dem Kirchplatz für tolle Stimmung
Foto: Daniela Schneider | Eine mobile Pfeifenorgel sorgte auf dem Kirchplatz für tolle Stimmung

Auf dem abwechslungsreichen Programm des Familien-Orgel-Open-Airs, das viele Besucher am doch recht frischen Sonntagnachmittag auf den Kirchplatz in Grafenrheinfeld lockte, stand eine wunderbare Mischung aus grandiosen klassischen und zeitgenössischen Melodien von "ein bisschen Mozart", feurigen Orgelklängen und Improvisationen bis hin zum Reggae und unterhaltsamem Gauklerspaß.

Auftakt des Konzertherbstes

Mit von der Partie im künstlerischen Reigen: das Grafenrheinfelder Bläserquartett mit Dominik Berchtold, Michael Keller, Thomas Lutz und Manfred Weth, die Organisten Udo Baake und Rainer Aberle sowie Gaukler Dan Willis.

Das Orgel-Open-Air, das die Katholische Kirchengemeinde gemeinsam mit Musica Sacra Grafenrheinfeld zum Auftakt des Konzertherbstes im Rahmen der Konzertreihe "Klangkunst" initiiert hatte, war schon lange vor Corona geplant – ein Glücksfall, denn wie es der Programmname schon verrät, fand alles draußen auf dem Kirchplatz statt.

Fahrbare Pfeifenorgel

Wie das geht? Mit einer fahrbaren Pfeifenorgel, verbaut auf einem luftgefederten LKW – weltweit einzigartig, wie Dominik Schindler, der Juniorchef der Ostheimer Firma Hofmann und Schindler im Interview mit Rainer Aberle verriet. Seit über 20 Jahren ist die aus 1830, zumeist metallenen, ausrangierten, aber voll funktionstüchtigen Pfeifen bestehende Konzertorgel unterwegs – frei nach dem Motto: Kommen die Menschen nicht mehr zum Orgelkonzert, kommt eben die Orgel zu den Menschen.

Die Open-Air-Orgel ist normalerweise von April bis in den September hinein an den Wochenenden für die verschiedensten Events gebucht, vom klassischen Orgelkonzert bis hin zur Stummfilmuntermalung. Auch wenn natürlich auch beim Orgel-Mobil 2020 alles anders lief, setzte doch der Orgel-Nachmittag in Grafenrheinfeld ganz nach Plan den Schlusspunkt unter die diesjährige Open-Air-Saison.

Ungewohntes Bild

Schon zu Beginn der dreistündigen Veranstaltung war der Kirchplatz gut besucht. Alles war vorbildlich organisiert – vom Einlass bis zur Kulinarik, die sogar eine Orgel-Pizza im Angebot hatte. Locker platziert auf Bänken oder auch stehend vor der Absperrung genossen Besucher und zufällige Spaziergänger erst das ungewohnte Bild des knapp 7,5 Tonnen schweren Orgelmobils vor dem Kirchenportal und dann die Orgelklänge, die Rainer Aberle und Udo Baake abwechselnd aus dem Instrument hervorzauberten – immer mal wieder in Kombination mit den Blechbläsern, die aber auch eigene Sets im Angebot hatten.

Unterbrochen wurden die vielen klanglichen Momente immer wieder von den Gaukler-Kunststücken von Dan Willis, der mit einer bunten und lustigen Mischung von Kunststücken Klein und Groß zum Lachen und Staunen brachte. Eine tolle unterhaltsame Mischung – so die Meinungen im Publikum –ein kleines Volksfest mit schönstem Jahrmarktflair, das "unbedingt wiederholt" werden sollte.   

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