Gernach

Jeder und Jede kann helfen

Stephanie Hebbeler zeigt, wie man eine Herzdruckmassage durchführt.
Foto: Armin Heck-Dressel | Stephanie Hebbeler zeigt, wie man eine Herzdruckmassage durchführt.

Zwölf Frauen und Männer hatten die Einladung zur Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs im Haus Franziskus angenommen. Das Besondere dieses Kurses: im Mittelpunkt standen Notfallsituationen, die vor allem in den älteren Jahrgängen auftreten: Schlaganfall, Herzinfarkt, Unter-oder Überzucker, Notfälle nach Stürzen.

Stephanie Hebbeler, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei den Maltesern, brachte den Teilnehmer*innen in ansprechender Form und realitätsnah die Hilfsmaßnahmen nahe, die man als Ersthelfer durchführen sollte, wenn man zu einem Notfall kommt. Dabei, so Stephanie Hebbeler, sei "Erste Hilfe" nicht nur bei den schlimmen Notfällen gefragt. Erste Hilfe sei auch, wenn man einen Menschen, der in einer für ihn schweren Situation ein Gespräch sucht, die Zeit schenkt, ihn anzuhören, oder wenn man ein Kind, das weint, tröstet, vielleicht mit einem Pflaster auf das blutende Knie. "Jede und jeder kann helfen", so war die große Überschrift, die Stephanie Hebbeler über ihre Ausführungen setzte.

Zu Beginn fragte sie die Teilnehmer*innen, welche Fragen sie mitgebracht haben. "Was tue ich, wenn eine Frau vor der Verkaufstheke kollabiert?",  "Wie erkenne ich einen Schlaganfall?", "Wie hebe ich jemanden aus dem Bett in den Rollstuhl?" waren einige der Fragen, die gestellt wurden.  Hebbeler führte aus, dass sich bei jedem Notfall die gleichen grundsätzlichen Fragen stellen: Es gilt zu erkennen, was geschehen ist. Der zweite Schritt: welche Gefahr droht? Dabei ist darauf zu achten, dass auch ich mich vor Gefahren schützen muss, ebenso wie den Menschen, der in Not ist. Der dritte Schritt: die Ursachen beseitigen, die Gefahren begrenzen und die gestörten Funktionen ersetzen, so zum Beispiel die Blutung stillen, oder jemand in die stabile Seitenlage zu bringen, wenn er bewusstlos ist, aber noch atmet. Die Referentin beantwortete die vielen Fragen.

Auch die Praxis kam nicht zu kurz. So konnten die Teilnehmer*innen die Herz-Druck-Massage an einer Puppe üben, und auch einen "Patienten" in die stabile Seitenlage bringen. Natürlich wurden auch die fünf "W", die beim Absetzen eines Notrufes an die 112 zu beachten sind, vorgestellt: Wo ist der Unfallort, was ist geschehen, wie viele Personen sind betroffen, welche Art der Verletzung liegt vor, warten auf Rückfragen der Leitstelle. Alle Teilnehmer*innen konnten aus diesem Kurs sehr viel mitnehme. Sie haben ein Stück Sicherheit gewonnen, was zu tun ist, wenn man zu einem Notfall kommt.

Von: Erhard Scholl, für die Nachbarschaftshilfe, Gernach

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