Gerolzhofen

Juden in Gerolzhofen: Über 700 Jahre voller Schicksale

In diesem Jahr wird die lange Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland gefeiert. In Gerolzhofen endete sie mit den Gräueltaten der Nazis. Doch Spuren haben bis heute überlebt.
Die Anfänge des Verbandsfriedhofs der jüdischen Gemeinde am Kappelberg bei Gerolzhofen reichen ins späte 17. Jahrhundert zurück. Dort wurden verstorbene Juden aus der Stadt und umliegenden  Gemeinden bestattet. Das letzte Begräbnis war 1942. Heute befinden sich dort 528 Grabstätten in 44 Reihen. Das Foto entstand im Frühjahr dieses Jahres.
Foto: Günter Engert | Die Anfänge des Verbandsfriedhofs der jüdischen Gemeinde am Kappelberg bei Gerolzhofen reichen ins späte 17. Jahrhundert zurück. Dort wurden verstorbene Juden aus der Stadt und umliegenden  Gemeinden bestattet. Das letzte Begräbnis war 1942. Heute befinden sich dort 528 Grabstätten in 44 Reihen. Das Foto entstand im Frühjahr dieses Jahres.

Nachweislich 1700 Jahre reichen die Spuren jüdischen Lebens in Deutschland zurück, was in diesem Jahr Anlass für ein bundesweit begangenes Festjahr ist. Wann in Gerolzhofen die ersten Einwohner jüdischen Glaubens lebten, ist nicht exakt auszumachen, doch sind in einer über 700 Jahre alten Schriftquelle erstmals Juden in Gerolzhofen erwähnt. Während der Zeit des Nationalsozialismus' wurde das vorhandene jüdische Leben in Gerolzhofen fast gänzlich ausgelöscht.

Archiv-Artikel
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