Schweinfurt

Kampf des Geistes gegen dunkle Triebe

Autor Edgar Allan Poe erzählt von menschlichen Urängsten und sinniert über Freundschaft und Liebe.
Foto: Benjamin Eichler | Autor Edgar Allan Poe erzählt von menschlichen Urängsten und sinniert über Freundschaft und Liebe.

„Einen literarischer Leckerbissen, faszinierend umgesetzt.“ (Hamburger Morgenpost) kann man am Dienstag, 13. und am Mittwoch, 14. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr im freien Verkauf beim Gastspiel der Bühne Cipolla in Kooperation mit Theater Duisburg, Metropol Ensemble & Schaulust e. V. in „Der Untergang des Hauses Usher“ (Figurentheater mit Livemusik nach der Erzählung von Edgar Allan Poe) erwarten.

Nach den Erfolgen mit „Mario und der Zauberer“ (2011), „Bestie Mensch“ (2013), „Schachnovelle“ (2015) und „Michael Kohlhaas“ (2017) – alles war bereits im Theater der Stadt Schweinfurt zu erleben – bedient sich Bühne Cipolla erneut einer literarischen Vorlage, um mittels Figurentheater und Livemusik ein packendes Bühnenerlebnis zu schaffen. „Das Wunder der Verwandlung ist das Kerngeschäft von Theater. Etwas soll zum Leben erweckt werden. Ein Stück Stoff. Das gilt in unserem ausgezeichneten Fall gleich doppelt, es bezieht sich gleichermaßen auf die literarische Vorlage und auf das zentrale Theatermittel, auf die Figuren“, lobte Monique Schwitter in ihrer Laudatio bei der Verleihung des Monica-Bleibtreu-Preises am 23. Juni 2019 an die Bühne Cippola.

„Beides wurde hier lebendig, der Stoff und der Stoff, auf hinreißende, auf atemberaubende Weise. Und dieses Erweckungswunder blieb nicht auf das Bühnengeschehen begrenzt, nein, es ergriff auch die Zuschauer: Selbst diejenigen mit steinernen Herzen wurden durch diesen Theaterabend zu neuem Leben erweckt, oh Wunder! Und liebten, und lachten, und litten mit. Eine unglaubliche Wechselwirkung zwischen Stoff und Stoff, zwischen Figur und Zuschauer, zwischen Raum und Mensch, zwischen oben und unten, innen und außen.“

Der amerikanische Autor Edgar Allan Poe Poe hatte in seiner Jugend einige Jahre in Schottland und England verbracht und war dort zur Schule gegangen. Die hier noch existierende Welt des Adels mit seiner weit zurückreichenden Geschichte machte auf den jungen amerikanischen Schriftsteller und Dichter, der sich im Vergleich dazu fast geschichtslos fühlte, tiefen Eindruck. Er erzählt in seiner erstmals 1839 erschienenen Kurzgeschichte in der für ihn typischen Mischung aus grotesken Situationen, subtilem Horror und spannungsgeladenen Sprachkaskaden von menschlichen Urängsten und vom Kampf des Geistes gegen dunkle Triebe, sinniert aber auch auf zart-poetische Weise über Freundschaft, Empathie und eine Liebe über den Tod hinaus.

Karten: Der Vorverkauf läuft seit 12. September. Karten können schriftlich reserviert werden (per E-Mail: theater@schweinfurt.de, per Fax: 0 97 21 - 51 49 56), um Warteschlangen an der Theaterkasse zu vermeiden. Weiterhin keine Abendkasse. Infos unter www-theater-schweinfurt.de

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