Grafenrheinfeld

Katholische Kirchengemeinde Grafenrheinfeld feiert zwei Jubiläen

Der Chorraum in Grafenrheinfeld.
Foto: Richard Riegler | Der Chorraum in Grafenrheinfeld.

Die Katholische Kirchengemeinde Kreuzauffindung in Grafenrheinfeld feiert am Sonntag, 11. Oktober, zwei Jubiläen: 225 Jahre Kirchenweihe "Kreuzkirche" und 25 Jahre Kirchenschatzmuseum. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Kirchengemeinde hervor.

Der Neubau der heutigen Kreuzkirche begann nach den Plänen von Johann Michael Fischer im Jahre 1755 und wurde nach vierzigjähriger Bauzeit am 1. Oktober 1795 vom Würzburger Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach eingeweiht. Der Turm der mittelalterlichen Kreuzkirche, die nach Bauaufzeichnungen von Balthasar Neumann als Wehrkirche innerhalb eines großen Gadenringes lag, wurde beibehalten und erhöht. Der Innenraum wurde vom Würzburger Hofbildhauer Peter Wagner in großer Prachtentfaltung im Rokokostil ausgebaut, ergänzt durch beeindruckende Deckengemälde im Chor und Langhaus durch den Würzburger Maler Johann Zick. Im Jahr 1863 wurde die Kreuzkirche unter Verwendung der alten Fassade nach Norden hin verlängert, eine Empore angebaut sowie der westliche Turm erhöht und der östliche Turm mit 65 Metern Höhe neu errichtet.

Ruine nach der Bombennacht

Die Bombennacht des 24. Februar 1944 ließ das Gotteshaus als Ruine zurück. Nach langwierigem Wiederaufbau wurde die Kreuzkirche am 15. November 1953 von Bischof Julius Döpfner feierlich eingeweiht. Von 1988 bis 1991 wurde eine Außenrenovierung durchgeführt; von 1991 bis 1993 folgte eine grundlegende Sanierung und Umgestaltung des Kircheninneren. Den laut Mitteilung krönenden Abschluss der Neugestaltung der Kreuzkirche bildete der Einbau einer neuen Orgel von Claudius Winterhalter im Jahre 1999. Gleichzeitig wurde die Konzertreihe "klangkunst" gegründet, die jährlich von Musica Sacra Grafenrheinfeld im Auftrag der Kirchengemeinde organisiert und betreut wird.

Den Festgottesdienst um 10 Uhr in der Pfarrkirche feiert die Kirchengemeinde mit dem ehemaligen Domkapitular Jürgen Lenssen zusammen mit Dekan Werner Kirchner und Diakon Thomas Weiss. Die musikalische Gestaltung übernehmen das regionale Chorensemble colla voce (Leitung: Rainer Aberle) und Udo Baake an der Winterhalter-Orgel.

Der Kammerchor "songcræft-art of singing” gestaltet am Abend um 18 Uhr einen feierlichen Evensong zum Thema "Kommt zu seinem Hause mit Gesang". In diesem gemäß der anglikanischen Tradition betont musikalisch aufgebauten Abendgebet ist auch die Gemeinde mit Liedern aus dem Gotteslob eingebunden, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Chor singt Werke von Byrd, Shepard, Stanford, Hauptmann, Miškinis und anderen. An der Orgel begleitet und spielt Regionalkantor Christian Stegmann aus Kitzingen. Die Liturgie feiert Dekan Werner Kirchner. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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