Gerolzhofen

Kinderdorf Oberschwarzach erhält Spende der Manfred-Roth-Stiftung

Das Erich-Kästner Kinderdorf in Oberschwarzach erhält von der Manfred-Roth-Stiftung eine Spende in Höhe von 3000 Euro. Im Bild (von rechts) der Gerolzhöfer Bürgermeister Thorsten Wozniak, Eva-Maria Hoffart (Geschäftsführung) und Gerald Möhrlein (Vorstand) vom Kinderdorf sowie Uwe Sonnenberg, Expansionsleiter der Norma Unternehmensstiftung.
Foto: Johanna Heim | Das Erich-Kästner Kinderdorf in Oberschwarzach erhält von der Manfred-Roth-Stiftung eine Spende in Höhe von 3000 Euro.

Das Kinderdorf Oberschwarzach erhielt eine Spende in Höhe von 3000 Euro. Der Betrag kommt den 40 Kindern und Jugendlichen, die in den Kinderdorfhäusern leben, zu Gute.  Das Geld kommt von der Manfred-Roth-Stiftung, einem Teil der Norma Unternehmensstiftung.

Die 3000 Euro werden unter anderem für die Erstausstattung der ersten eigenen Wohnung der Kinder oder für deren Mobilität verwendet, erklärt Eva-Maria Hoffart aus der Geschäftsführung des Kinderdorfs. Das Geld ist eine Unterstützung, bis die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbstständig sind, so Hoffart. In den drei Kinderdorfhäusern des Erich-Kästner Kinderdorfs in Oberschwarzach und Düttingsfeld leben die Hauseltern mit ihren eigenen als auch den 24 Heimkindern zusammen.

"Das ist wie eine Großfamilie", sagt Gerald Möhrlein, Vorstand des Erich-Kästner Kinderdorfs. "Wir arbeiten familienersetzend, die Kinder finden bei uns eine neue Heimat." Insgesamt hat das Erich-Kästner Kinderdorf sechs Kinderdorfhäuser, in denen circa 40 Kinder leben. Drei davon befinden sich im Landkreis Schweinfurt, drei im Landkreis Kitzingen.  Die Kinder sind "Sozialwaisen", so Möhrlein. Die Eltern schaffen es aus verschiedenen Gründen nicht mehr, für sie aufzukommen, erläutert er weiter. In die Kinderdorfhäuser aufgenommen werden sie deshalb auch schon ab zwei Jahren. "Unsere Aufgabe ist es, die Kinder zu begleiten, bis sie Teil der Gesellschaft sind." 

Chancengleichheit für die Kinder

Doch die Jugendlichen haben nicht die gleichen Chancen wie Kinder aus regulären Familienstrukturen, erklärt Hoffart. Denn die Auszubildenden aus dem Kinderdorf müssten bis zu 75 Prozent ihres Ausbildungsgehalts an das Jugendamt zahlen. "Als Rückzahlung an den Staat", erklärt Hoffart, denn der Kostenträger des Kinderdorfs ist die Jugendhilfe. "Da ist ein Ausgleich nötig, deswegen ist das Stiftungsgeld für uns so wichtig." Ziel des Erich-Kästner Kinderdorfs ist die Chancengleichheit der Kinder, so Möhrlein.

Das Kinderdorf genießt einen guten Ruf, ist gut eingebunden und hat sich fest integriert, so Thorsten Wozniak, Bürgermeister der Stadt Gerolzhofen. "Ich bin fester Überzeugung, dass das Geld dort gut aufgehoben ist." Auch der Bürgermeister von der Marktgemeinde Oberschwarzach, Manfred Schötz, bedankte sich für die Spende.

Diese Spende kommt von der Manfred-Roth-Stiftung, die ein Teil der Norma Lebensmittelhandels Stiftung ist. Das Spendengeld werde aus den Gewinnen des Unternehmens erzielt. Die Manfred-Roth-Stiftung spendet jährlich für verschiedene soziale und bildungsfördernde Zwecke, erklärt Uwe Sonnenberg, Expansionsleiter bei Norma. Das Erich-Kästner Kinderdorf habe sich gegen mehrere andere Vorschläge durchgesetzt, erklärte Sonneberg. "Ich habe das Kinderdorf gesehen und war schwer beeindruckt. Die Zuwendung ist dort sehr gut aufgehoben."

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