Lindach

Kirchenkonzert ein voller Erfolg

Die Blaskapelle des Kulturvereins, die „Lindacher Böhmer“, wie sie sich nennt, kann sich mit ihrem Können durchaus sehen und hören lassen.
Foto: Kurt Albert | Die Blaskapelle des Kulturvereins, die „Lindacher Böhmer“, wie sie sich nennt, kann sich mit ihrem Können durchaus sehen und hören lassen.

Man staunt immer wieder über das künstlerische Potenzial, das in einem kleinen Dorf wie Lindach mit gut 500 Einwohnern schlummert. Beim Kirchenkonzert, das alle zwei Jahre unter der Federführung des örtlichen Kulturvereins stattfindet, wurde es eindrucksvoll geweckt. Im Gesamtergebnis verdient die Veranstaltung sicherlich das Prädikat „Künstlerisch anspruchsvoll“.

Durch das zehn Punkte umfassende Programm führte Vorsitzender Christian Hellert. Er las auch eine nachdenklich stimmende Weihnachtsgeschichte vor. Sie handelte von einem Weihnachtsmann, der keine Lust mehr hatte, Geschenke zu bringen. Seine Begründung: Die Menschen, vor allem die Kinder, seien kaum noch zufriedenzustellen, denn von Jahr zu Jahr würden die Ansprüche und Wünsche nur noch größer. Die Bescheidenheit sei gänzlich abhandengekommen.

Immer wieder brandete spontan Beifall auf bei den musikalischen Darbietungen der Solisten und Künstlergruppen. So überzeugte Tanja Pickel mit weichen, zarten Gitarrenklängen, mit denen sie ihren Sologesang begleitete. Beispielsweise sang sie mit glockenheller Stimme in lateinischer Sprache das Lied „Adeste fidelis“. Stephanie Dresch, Anne Stolper, Simone Klos und Stefanie Kresse, das „Mee-Früchtli-Quartett“, interpretierten in englischer und deutscher Sprache Gospelsongs, unterstützt mit so genannten Körperinstrumenten, schwingend, harmonisch und rhythmisch. Anita Niedermeyer an der Orgel und Matthias Faulhaber, Trompete, musizierten im Duett. Die Orgel begleitete mit leisen Tönen die schmetternd vorgetragenen Trompetensoli.

Für eindrucksvolle Klangerlebnisse sorgten die beiden Klangkörper des Kulturvereins, die Blaskapelle unter der Leitung von Walter Strauß und der Gemischte Chor unter der Leitung von Carmen Kuhn. Beide Ensembles warteten mit konzertanten Melodien und Liedern auf, die sowohl einen geistlichen als auch einen weltlichen Hintergrund aufwiesen. Zu hören gab es unter anderen „Freue dich, der Herr ist nah“, „Alle Jahre wieder“, „Macht hoch die Tür“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“. Die Zuhörer quittierten die modern gestalteten Arrangements mit spontanem Beifall. Mit dem „Andachtsjodler“, einem klassischen Weihnachtsstück aus dem alpenländischen Raum, setzten die Musiker dem Konzert eine weitere Krone auf.

Nach dem gemeinsam gesungenen Adventslied „Wir sagen euch an“, begleitet von der Orgel, fand das schöne Konzert nach eineinhalb Stunden sein Ende. Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein, mit Imbiss und Getränken, auf dem Kirchplatz aus, wo sich die anregenden Gespräche meist um das genossene Klangerlebnis drehten.

Tanja Pickel trat als Solistin beim Kirchenkonzert auf.
Foto: Kurt Albert | Tanja Pickel trat als Solistin beim Kirchenkonzert auf.
Der Gemischte Chor des Kulturvereins konnte seine gesanglichen Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Foto: Kurt Albert | Der Gemischte Chor des Kulturvereins konnte seine gesanglichen Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Das „Mee-Früchtli-Quartett“ war beim Lindacher Kirchenkonzert eine Bereicherung.
Foto: Kurt Albert | Das „Mee-Früchtli-Quartett“ war beim Lindacher Kirchenkonzert eine Bereicherung.
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