Werneck

Klimasparbuch: Lust auf mehr Klimaschutz im Alltag

Die Allianz Oberes Werntal sucht Betriebe mit klimafreundlichen Produkten als Gutscheinpartner. Der Ratgeber soll unter anderem Lust machen auf einen "grünen Lebensstil"
Das Projekt 'Klimasparbuch' der Allianz Oberes Werntal brachten in Werneck mit ihrer Vertragsunterzeichnung auf den Weg: Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth (rechts), der das Projekt leitet, und Poppenhausens Bürgermeister Ludwig Nätscher, der die Kleinprojekte über das neue Regionalbudget für die Allianz abwickelt.
Das Projekt "Klimasparbuch" der Allianz Oberes Werntal brachten in Werneck mit ihrer Vertragsunterzeichnung auf den Weg: Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth (rechts), der das Projekt leitet, und Poppenhausens Bürgermeister Ludwig Nätscher, der die Kleinprojekte über das neue Regionalbudget für die Allianz abwickelt. Foto: Silvia Eidel

Alltagstaugliche Klimatipps und dazu noch Gutscheine, wo man mit Rabatt oder sonstigen Vergünstigungen klimafreundlich in der Region einkaufen kann: Das beinhaltet das neue Klimasparbuch, das die Allianz Oberes Werntal herausgeben wird. Der Ratgeber soll Lust machen auf einen "grünen Lebensstil", auf regionale Kreislaufwirtschaft, aufs Energiesparen und aufs öko-faire Einkaufen.

Idee stammt von einer Nachhaltigkeits-Messe

Von einer Nachhaltigkeits-Messe hatte Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth die Idee eines solchen Klimasparbuchs mitgebracht. Innerhalb der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal hat er das Handlungsfeld "Energie" übernommen, ist für Nachhaltigkeit sensibilisiert. Bei den übrigen neun Allianz-Bürgermeistern fand er Zustimmung für das Projekt, das jetzt mit Förderung aus dem neuen Regionalbudget – als eines von acht geplanten Kleinprojekten – bis September umgesetzt wird.

Der kostenlose, 48 Seiten starke Ratgeber soll in einer Auflage von 20 000 Exemplaren gedruckt sowie online als E-Paper bereitgestellt werden, informierte Warmuth in der letzten Allianzsitzung dieser Wahlperiode in Werneck. Mit ganz konkreten Tipps zum Klimaschutz im Alltag sollen die Bürger damit sensibilisiert und motiviert werden, ihr eigenes Handeln zu reflektieren. Dazu zeigt das Büchlein "Dein Klimasparbuch Allianz Oberes Werntal" auf, was in den zehn Mitgliedsgemeinden bereits getan wird. Hingewiesen wird auf Unternehmen in der Region, die im Bereich Klimaschutz unterwegs sind.

Tipps aus vielen Bereichen 

Bei den Tipps geht es zum einen um Ernährung: Beispielsweise um Wochenmärkte, Direktvermarkter, Regionalität, Saisonalität, Bio-Lebensmittel, um bewussten Fleischkonsum oder klimafreundliches Kochen. Das Kapitel "Konsum" beschäftigt sich mit Plastikvermeidung, Einkaufen bei regionalen Händlern statt Online-Shopping, Second-Hand- und Fair Trade-Kauf, "grüner IT", sprich: alternativen Suchmaschinen oder Mailpostfächern mit Ökostrom sowie einem eigenen Konsum-Check.

Tipps im Bereich Mobilität drehen sich um Fahrradtouren und -wege, um regionale Angebote wie Leihräder oder Radstationen, um grüne Ausflugtipps. Der Abschnitt "Bauen, Wohnen, Renovieren" handelt von Solaranlagen genauso wie von Fördergelder für Sanierungen, von ökologischen Bau-Materialien, Fassadenbegrünung oder der Senkung des Warm-Wasser-Verbrauchs. Nicht zuletzt der eigene ökologische Fußabdruck kann mit Hilfe des Klimasparbuchs überprüft werden.

Betriebe als Partner des Sparbuchs

Mit sogenannten "Klimagutscheinen" können Betriebe aus dem Oberen Werntal mit klimafreundlichen Produkten oder Dienstleistungen als Partner des Sparbuchs mitwirken, warb Willi Warmuth. Ihr Vorteil: Sie können neue Kunden ansprechen, Präsenz zeigen und sich in einem positiven und nachhaltigen Umfeld präsentieren, ist Allianzmanagerin Eva Fenn überzeugt. Dabei können die regionalen Unternehmen Rabatte geben, Gratis-Produkte oder Proben überreichen oder sonstige Vergünstigungen ermöglichen.

Bekannte Betriebe werden von der Projekt-Managerin der Öko-Modellregion Oberes Werntal, Anna-Katharina Paar, angeschrieben. Wer darüber hinaus Interesse hat, mit Gutscheinen im Klimasparbuch dabei zu sein, kann sich bis Ende Mai wenden an: Vera Feix vom oekom verlag per E-Mail: feix@oekom.de oder telefonisch (089) 54 41 84 20.

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