Kolitzheim

Kolitzheim: Hundehalter erhalten "Starterset" Hundekotbeutel

Die Wählergruppe "Achtsam" regte in einem Antrag an den Kolitzheimer Gemeinderat an, mit den Hundehaltern in der Gemeinde schriftlich Kontakt aufzunehmen, um sie über die einschlägigen Bestimmungen zur Hundehaltung und die damit verbundenen Probleme zu informieren.

"In wertschätzender Form werden die Adressaten ermuntert bzw. aufgefordert, zu einem respektvollen Miteinander von Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern sowie von Mensch und Natur beizutragen", heißt es in dem Antrag weiter. Mit dem Anschreiben werden zwei Rollen Hundekotbeutel überreicht – sozusagen als Starterpaket – mit der Aufforderung, die benutzen Beutel ordnungsgemäß in der eigenen Restmülltonne zu entsorgen. Zusätzlich ist noch daran gedacht, an geeigneten Stellen Abfallbehälter aufzustellen.

Ulrike Bach, die den Antrag erläutert hatte, verwies auf das Beispiel der Nachbargemeinde Wipfeld, wo man diesen Weg gegangen sei. Die Wählergruppe Achtsam sei auch bereit, das Schreiben, angelehnt an das Wipfelder Schreiben, anzupassen. Man habe sich auch schon nach den Kosten für die Beutel aus recycelfähigem Kunststoff erkundigt: 100 Rollen kosten 370 Euro, allerdings mit Werbungsaufdruck. Abfalltüten aus Maisstärke bräuchten dagegen länger bis sie verrotten.

Gerade am Kindergarten viele unschöne Hinterlassenschaften

Ilona Dusel verwies darauf, dass in der Nähe des Unterspiesheimer Kindergartens beklagenswert viele Hinterlassenschaften von Hunden festzustellen seien, von daher seien Abfallbehälter mit Verschluss gegen die Geruchsbelästigung überlegenswert. Es sei sogar schon vorgekommen, dass wegen der Hundeplage Gift ausgelegt worden sei. Matthias Schöpf äußerte sich skeptisch zu den Erfolgsaussichten dieses Vorhabens. Nach seiner Erfahrung halten sich die meisten Hundehalter an die Regeln, die anderen werde man mit dieser Aktion nicht erreichen.

Norbert Weissenseel begrüßte die Initiative der Gruppe: Mit einer solchen Aktion könne man auch der Gesamtbevölkerung, nicht nur den Hundehaltern deutlich machen, dass man sich kümmere. Er sprach sich gegen die Abfalleimer für Hundekot aus, denn es sei für den Bauhof keine schöne Aufgabe, diese Behälter entleeren zu müssen. Mehrere Gemeinderäte unterstützten ihn in dieser Auffassung. Ulrike Bach wandte sich gegen die Anregung von Dieter Dietz, die Hundehalter darauf hinzuweisen, dass die Hundehalter zur Beseitigung des Kots ihrer Lieblinge verpflichtet seien: "Da machen die Leute dicht." Sie sprach sich dafür aus, wie im Antrag gewünscht, "die Bürger positiv anzugehen."

Jeder Hunde- oder Pferdehalter ist verpflichtet, den Kot mitzunehmen

Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass jeder Hundehalter verpflichtet sei, die Hinterlassenschaften der Tiere mitzunehmen. Diese Verpflichtung gelte auch für Pferdehalter. Entsprechend des Umweltbußkatalogs werden zwischen 50 und 150 Euro fällig. Der Pferdefuß dieser Verordnung: es muss Anzeige erstattet werden, dabei müssen "Ross und Reiter" genannt werden. Davor scheuen die meisten zurück, weil man es sich mit dem Mitbürger nicht verderben will.

Renate Moller findet die Idee gut, Hundehaltern bei Anmeldung eines neuen Hundes dieses Schreiben mitzugeben. Die Abstimmung über den Antrag erfolgte in mehreren Stufen: Der Antrag, sich an die Hundebesitzer zu wenden und eine Rolle Beutel aus recyceltem Plastik beizufügen, wurde mit Stimmengleichheit von 9:9 abgelehnt. Der zweite Antrag, dieses Schreiben mit der Beigabe eines kompostierbaren Beutels zu versehen, wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen.

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