Gerolzhofen

Konkrete Hilfe für die Gelbbauchunke

Die Naturpark-Rangerin Alexandra Kellner errichtet eine temporäre Absperrung um Laichgewässer der besonders schützenswerten Gelbbauchunke.
Foto: Verena Kritikos | Die Naturpark-Rangerin Alexandra Kellner errichtet eine temporäre Absperrung um Laichgewässer der besonders schützenswerten Gelbbauchunke.

Der Naturpark Steigerwald wird auch in diesem Jahr sein Artenschutzprojekt für die Gelbbauchunke weiterführen. Mit Hilfe von Ehrenamtlichen wurden im vergangenen Jahr in zwei Projektgebieten die Vorkommen dieser selten gewordenen Art und die vorhandenen Gewässerstrukturen kartiert. Die Naturpark-Ranger haben mittels Absperrungen und Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bestände beigetragen.

Das Ergebnis der Erhebung macht deutlich, dass es den Gelbbauchunken vor allem an geeigneten Laichgewässern fehlt. 2021 sollen nun in enger Abstimmung mit dem Forst und den Waldbesitzern Laichgewässer an geeigneten Stellen geschaffen und die Kartierung mit Hilfe von Ehrenamtlichen fortgesetzt werden. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Naturparks.

Auch für eine weitere Amphibienart sind die Ranger im Einsatz: den Feuersalamander. Sie unterstützen wissenschaftliche Untersuchungen zur Verbreitung des 2020 erstmals im Steigerwald nachgewiesenen Amphibien-Hautpilzes Bsal (kurz für Batrachochytrium salamandrivorans). Er befällt die besonders sensible Haut der Tiere und führt insbesondere beim Feuersalamander zum Tod. Im Auftrag des Bayerischen Landesamt für Umwelt wurden bereits im Oktober zahlreiche Salamander im Raum Ebrach beprobt, um die Gefährdung der lokalen Population einschätzen zu können.

Derzeit wird untersucht, wie weit sich bei den Feuersalamandern im Steigerwald bereits der tödliche Hautpilz verbreitet hat.
Foto: Carolin Dittrich | Derzeit wird untersucht, wie weit sich bei den Feuersalamandern im Steigerwald bereits der tödliche Hautpilz verbreitet hat.

Auch für Tierarten, welche sich in der Nähe menschlicher Siedlungen aufhalten, wurden ein Projekt ins Leben gerufen. Die Zersiedelung der ursprünglichen Naturlandschaft verbunden mit Gebäudesanierungsmaßnahmen machen die Schaffung geeigneter Brutmöglichkeiten und Quartiere heutzutage zu einem immer wichtigeren Instrument des Naturschutzes. Deshalb erhalten Mauersegler, Mehlschwalbe, Fledermaus & Co. jetzt Unterstützung durch die Steigerwald-Gemeinden. In einem gemeinsamen Projekt wird der Naturpark in diesem Jahr in 13 Gemeinden fast 200 Nisthilfen und Fledermausquartiere aufhängen lassen, um den Beständen der tierischen „Kulturfolger“ zu helfen.

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