Gerolzhofen

Volkstrauertag: Kranzniederlegung ohne Öffentlichkeit

Angesichts der hohen Corona-Inzidenzwerte im Landkreis Schweinfurt empfiehlt Landrat Florian Töpper den Gemeinden, auf eine Feierstunde zum Volkstrauertag zu verzichten.
Die traditionelle Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Mahnmal in Gerolzhofen entfällt in diesem Jahr.
Foto: Klaus Vogt | Die traditionelle Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Mahnmal in Gerolzhofen entfällt in diesem Jahr.

Der Volkstrauertag mit seiner Gedenkfeier für die Gefallenen und zivilen Opfer der Weltkriege, für die Opfer von Vertreibung, Unterdrückung und Gewalt wird deutschlandweit in diesem Jahr am Sonntag, 15. November, gefeiert. Angesichts der sehr hohen Corona-Inzidenzwerte im Landkreis Schweinfurt empfiehlt Landrat Florian Töpper allerdings, diesmal auf eine Feierstunde zu verzichten.

Der Landrat hat einen Brief an alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis Schweinfurt geschrieben. Darin berichtet er, dass Ministerpräsident Markus Söder in einer Videokonferenz mit den bayerischen Landräten die Empfehlung ausgesprochen habe, unabhängig von der konkreten Infektionszahl und der hiermit verbundenen Verfügungslage auf die Feierstunden zum Volkstrauertag zu verzichten. "Dieser Empfehlung schließe ich mich mit Nachdruck an", schreibt Florian Töpper. Gleichzeitig erneuert der Landrat auch seine "dringende Empfehlung aus dem Frühjahr", dass die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister auf Besuche bei runden Geburtstagen und Ehejubiläen verzichten sollen.

Keine Feierstunde mit Fackeln

In Gerolzhofen findet die stimmungsvolle Feierstunde normalerweise immer am Samstagabend vor dem Volkstrauertag an den Gedenkstätten an der Volkachbrücke statt. Nach einem Fackelzug von der Stadtpfarrkirche zum Mahnmal mit der Feuerwehr und Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine legen Bürgermeister und Vertreter des VdK Kränze nieder, nachdem die Vertreter der beiden christlichen Kirchen, der Stadt und der Schulen eine Feierstunde gestaltet haben. "In diesem Jahr kann diese Feierstunde am Mahnmal wegen Corona leider nicht stattfinden", sagt Bürgermeister Thorsten Wozniak.

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Es sei ihm aber ein persönliches Anliegen, "diesen wichtigen Tag nicht zu vergessen". Im Zeitalter von Corona wird deshalb in diesem Jahr ein besonderer symbolischer Akt stattfinden: Am Ende des Vorabendgottesdienstes, der am Samstag, 14. November, ab 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche gefeiert wird, wird Bürgermeister Wozniak in Absprache mit Pfarrer Stefan Mai noch in der Kirche das Wort für eine kurze Gedenkansprache ergreifen. Danach wird der Bürgermeister den Kranz symbolisch aus die Kirche heraustragen.

Ein längerer Text des Stadtoberhaupts zum Volkstrauertag wird im Amtsblatt abgedruckt. Im Laufe des Samstagabends wird der Kranz dann an der Gedenkstätte unter Ausschluss der Öffentlichkeit – also ohne Trauerzug und ohne Beteiligung der Bevölkerung – vom Bürgermeister niedergelegt. Selbstverständlich, so Wozniak, wird das Mahnmal trotz Corona geschmückt sein und es werden auch Flammenschalen brennen. 

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