RÖTHLEIN/BERLIN

Krautsalat-Schanze für Tempelhof

Nicht ganz ernst gemeint sollten die Vorschläge für einen Wettbewerb um die Zukunft des Berliner Flughafens Tempelhof sein. Die Röthleiner Architekten Brembs servierten eine Krautsalat-Schanze.
Foto: FOTO Brembs | Nicht ganz ernst gemeint sollten die Vorschläge für einen Wettbewerb um die Zukunft des Berliner Flughafens Tempelhof sein. Die Röthleiner Architekten Brembs servierten eine Krautsalat-Schanze.

(hh) „Eat City“ war der Wettbewerb betitelt, den die Berliner Competition-Line – eine Plattform für Architektur-Wettbewerbe ausgeschrieben hatte. Architekt Winfried und Innenarchitektin Barbara Brembs aus Röthlein besannen sich auf fränkische Spezialitäten und gewannen mit ihrer „Krautsalat-Schanze“ den ersten Preis. Gesucht waren nicht ganz ernst gemeinte, innovative Rezepte mit essbaren Materialien für die (Nach-)Nutzung des stillgelegten Flughafens Tempelhof. Die Röthleiner überzeugten die Jury als „Team Königreich Bayern“ mit ihrem Konzept, einer Berglandschaft mit Schanze als „die einzig wahre Lösung für Berlin“.

Der sogenannte Lebkuchen-Wettbewerb wurde bereits zum vierten Mal veranstaltet. Im Jahr 2004 war das geplante Berliner Stadtschloss, 2006 der Bau eines Turmhauses auf dem Berliner Spreedreieck das Thema. Und heuer eben die „neuen Rezepte für den Flughafen Tempelhof“.

Mit dem Lebkuchenwettbewerb rief der Veranstalter nach eigenen Aussagen neben den politischen Debatten um die Zukunft des Flughafens – Ideenwettbewerbe für die tatsächliche Gestaltung sind in Planung – zu einem „kreativen Nachnutzungsvorschlag“ auf. Den Teilnehmern waren keine Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzung: lecker und bunt soll es aussehen und aus essbaren Materialien hergestellt sein! Und: Realitätsnähe war erlaubt, sie war aber kein Muss.

Mitwettbewerber waren Architekten, Stadtplaner, Ingenieure, Designer, Künstler und andere kreative Köpfe – allein oder mit Kollegen aus dem deutschen Sprachraum. Auch Kinder, Freunde und Lebkuchenbäcker, so die Ausschreibung, waren zugelassen. Linda und Moritz Brembs mischten deshalb auch mit.

Das Team Königreich hat seine Arbeit folgendermaßen beschrieben: „So - jetzt habt ihr euren (Kraut-)Salat !!!! Nachdem die Berliner nicht mehr von Tempelhof in die berge fliegen können, kommen die Berge eben nach Berlin. Auf der Flugschanze kann man so richtig fetzig herunterbrezeln. Vorgefertigte CUBE–Einheiten werden zu Hotels gestapelt, die Hüttengaudi auf der Schokoalm erreicht man bequem über das Salzbergwerk. Kochrezepte zur Finanzierung werden gerne noch angenommen“.

Der Jury gefiel die Idee des Bayern-Teams aus dem Frankenland am besten. Ihre Begründung: „Seit dem ersten Lebkuchenwettbewerb 2003 sind innovative essbare Materialien zugelassen und so überzeugen hier die neue Nutzungsidee und die Verwendung bayerischer Spezialitäten im Einklang mit einem fantastischen Modellbau.“ Die Plätze zwei und drei belegten Architekten-Teams aus Zürich und Kassel.

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