Gernach

Kreativer Umgang mit Corona

Begleitet den Gesang der Gläubigen mit seinem Instrument: Wolfgang Lukas.
Begleitet den Gesang der Gläubigen mit seinem Instrument: Wolfgang Lukas. Foto: Erhard Scholl

Corona verändert unser aller Leben nachhaltig – aber man muss Corona nicht einfach hinnehmen, sondern kann kreativ mit der schwierigen Situation umgehen, neue Lösungen erfinden, um die sozialen Beziehungen zu pflegen.

So hatte der Leiter des Seniorenkreises Gernach, Hugo Hetterich die Idee, an alle Mitglieder des Seniorenkreises einen Brief zu schreiben. "Die wichtigste Nachricht vorneweg: Den Seniorenkreis gibt es noch! - so schreibt Hugo Hetterich am Anfang des Briefes. Und weiter: "Wir sollten alle Möglichkeiten nutzen, um in Kontakt zu bleiben und uns gegenseitig zu stützen, um unbeschadet über die schwierige Zeit zu kommen…. Die elektronischen Medien können uns dabei eine große Hilfe sein. Dazu zählt vor allem das Telefon."

Einen besonderen Gruß widmete er den Müttern.  Jedem Brief legte Hugo Hetterich eine Spruchkarte bei. Sieglinde Back und Monika Seitz, die dem Vorbereitungsteam des Seniorenkreises angehören, hatten die Aufgabe übernommen, diese Briefe an die Senioren zu verteilen. Kurzerhand besorgten sie für jedes Mitglied des Seniorenkreises eine Schachtel Pralinés, die sie mit dem Brief in die Briefkästen einwarfen – und sie bekamen schon Rückmeldungen, dass dieses Zeichen der Verbundenheit sehr geschätzt wurde.

Wolfgang Lukas mit seinem Blasinstrument auf dem Gernacher Kirchturm: eine musikalische Einladung zum Gebet.
Wolfgang Lukas mit seinem Blasinstrument auf dem Gernacher Kirchturm: eine musikalische Einladung zum Gebet. Foto: Erhard Scholl

Ein weiteres Zeichen der Verbundenheit: der Gruß an die Mutter Gottes. Wie in den anderen Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft St. Raphael wird auch in Gernach durch Trompeten- oder Hornspiel eines Solisten an die Mutter Gottes erinnert, und zum Gebet eingeladen, jeweils an den Sonn- und Feiertagen um 18 Uhr. So war Wolfgang Lukas mit seinem Instrument am 1. und 3. Mai vom Gernacher Kirchturm aus zu hören, am 10. Mai spielte er am Friedhof im Rahmen einer kurzen Maiandacht. Das war eine Gelegenheit, dass sich einige Gernacher – alle mit Mundschutz – zu gemeinsamem Gebet dort trafen.

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