Reichmannshausen

Kultur, Bildung und Förderung junger Menschen als Auftrag

Ein Bild zum Abschied: Robert Mantel (Mitte), Mitglied des Stiftungsrates und Geschäftsführer der Stiftung, mit Ehefrau Edeltraud und den beiden Kollegen des Gremiums Dieter Stühler (von links) und Roland Schmitt sowie Bürgermeister Stefan Rottmann und Kurt Mantel, Mitarbeiter der Gemeindekämmerei vor der Johanneskapelle in Reichmannshausen, wo die Stifter Dres. Lore und Robert Hofmann ihre letzte Ruhestätte fanden.
Ein Bild zum Abschied: Robert Mantel (Mitte), Mitglied des Stiftungsrates und Geschäftsführer der Stiftung, mit Ehefrau Edeltraud und den beiden Kollegen des Gremiums Dieter Stühler (von links) und Roland Schmitt sowie Bürgermeister Stefan Rottmann und Kurt Mantel, Mitarbeiter der Gemeindekämmerei vor der Johanneskapelle in Reichmannshausen, wo die Stifter Dres. Lore und Robert Hofmann ihre letzte Ruhestätte fanden. Foto: Rita Steger-Frühwacht

Bis 1. Mai verwaltete Robert Mantel das Vermögen der "Dres. Robert und Lore Hofmann-Stiftung". Nun gab er seine vor einem Vierteljahrhundert bei Gründung dieser Stiftung übernommenen Aufgaben an die Gemeinde Schonungen zurück. Entsprechend der Stiftungssatzung vergaben er und die beiden weiteren Mitglieder Roland Schmitt und Dieter Stühler Zuwendungen für die Förderung begabter Kinder und Jugendlicher, für den Erhalt und die Pflege gemeindlicher Kulturarbeit in Reichmannshausen und dem Schonunger Gemeindegebiet.

Das Stiftungsvermögen des kinderlosen Ärzteehepaares ist mit gut vier Millionen Euro ausgestattet. Dass der Zweck der Stiftung auf Reichmannshausen und damit der Gemeinde Schonungen liegt, ist im engen Bezug des Stifters zu seinem Geburtsort begründet, wo er 1920 zur Welt kam.

Bürgermeister Stefan Rottmann – wie auch sein Amtsvorgänger Kilian Hartmann – sieht in dieser Privat-Stiftung im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit und die besonderen Stiftungszwecke zum Wohle von Einrichtungen und Jugendlichen in der Gemeinde Schonungen einen großen Glücksfall, wie er nach Art und Ausmaß einmalig in den Gemeinden des Landkreises sei.

Vorstände in Reichmannshausen verwurzelt

Eine weitere Besonderheit ist für die Stiftung festgelegt. Es ist darauf zu achten, dass immer zwei Mitglieder des dreiköpfigen Stiftungsvorstandes im Gemeindeteil Reichmannshausen wohnhaft sind beziehungsweise dort den Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen haben und einer davon idealerweise Mitglied der Kirchenverwaltung Reichmannshausen sein sollte. So gehören dem Gremium derzeit die Reichmanshäuser Dieter Stühler (als Vorsitzender) sowie, seit nunmehr ebenfalls 25 Jahren, Roland Schmitt an.

"Für Dr. Robert Hofmann war ich in den letzten Jahrzehnten immer erster Ansprechpartner vor Ort, wenn es um Belange seiner fränkischen Heimat ging", berichtet Roland Schmitt rückblickend. Robert Hofmann wollte etwas zurückgeben, da er das Glück hatte, das Abitur und nach dem Militärdienst ein Medizinstudium zu absolvieren. Jahrzehntelang war er Chefarzt am Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt. Seinen Ruhestand verbrachte er zusammen mit seiner Frau im Allgäu. Dabei verlor er nie den Kontakt zu seinem Heimatdorf.

"Stiftungen haben schweren Stand"

Der scheidende Geschäftsführer Robert Mantel blickt dankbar zurück auf die vielen Unterstützungsmöglichkeiten, die er gewähren konnte. Gleichzeitig sieht er sorgenvoll in die Zukunft der Stiftungsfinanzen. "In Zeiten von Corona-Krise und Nullzinspolitik haben auch Stiftungen heute einen schweren Stand", so Mantel. Erfreulich sei jedenfalls, dass die Dres. Hofmann-Stiftung schon über 120 000 Euro für die vorgenannten Stiftungszwecke ausgeschüttet habe und eine zusätzliche "Verwendungsrücklage" von 150 000 Euro bereitstehe. Durch die nicht unerhebliche Aufstockung des Stiftungsvermögens aus dem Nachlass der Dres. Hofmann vor einigen Jahren stehe der Gemeinde künftig eine nicht unbedeutende zusätzliche "Geldquelle" für diverse kulturelle Bedürfnisse zur Verfügung.

"Die Stiftung hat schon sehr viel Gutes bewirkt in der Gemeinde und junge Talente gefördert", bestätigt Stefan Rottmann. Der Bürgermeister dankte Robert Mantel, der als Kämmerer der Gemeinde die Geschäftsführung ehrenamtlich übernommen hatte und sie nach seiner Pensionierung vor einigen Jahren weiterführte. "Der Aufwand dafür war schon enorm, weil das Stiftungswesen von ganz vielen gesetzlichen Vorgaben betroffen ist", weiß der Rathauschef. Deshalb wird die Geschäftsführung für die Stiftung in Zukunft über die Kämmerei der Gemeinde abgewickelt und ab Anfang September der neue Kämmerer Tim Kestler diese Aufgabe übernehmen.

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