Schweinfurt

Landkreis gibt mehr Geld für Denkmalschutz

Wer ein Denkmal sein eigen nennt und sanieren will, bekommt Geld von Landkreis. Wer entscheidet aber darüber, dass die Mittel auch wirklich fließen?
Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude sanieren möchte, bekommt bald mehr Geld vom Landkreis (Symbolfoto).
Foto: Oliver Schikora | Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude sanieren möchte, bekommt bald mehr Geld vom Landkreis (Symbolfoto).

Etwas mehr Geld gibt es künftig vom Landkreis Schweinfurt, wenn Eigentümer ihre denkmalgeschützten Gebäude sanieren. 20 Prozent des Mehraufwands übernimmt die Kreiskasse, maximal 5000 Euro. Das ist die so genannte Regelförderung, die der Kreistagsausschuss für Bildung und Kultur einstimmig beschlossen hat. Geht der Gesamtaufwand für denkmalpflegerische Arbeiten über 25 000 Euro hinaus, gibt es die Möglichkeit einer Sonderförderung. Projekte mit einem Volumen unter 1000 Euro werden, wie bisher auch, nicht unterstützt.

Bislang gibt es zehn Prozent Zuschuss, die Höchstgrenze beträgt je nach Bedeutung des Denkmals 500 oder 5000 Euro. Ein Gebäude von überörtlicher Bedeutung bekommt weitere fünf Prozent. Eine solche Unterscheidung sieht die neue Richtlinie nicht vor.

Landrat muss informieren

Kritisch betrachteten CSU und AfD das Prozedere: Denn über die Regelförderung soll wie gehabt Landrat Florian Töpper (SPD) entscheiden, während für die Sonderförderung das Votum des Ausschusses nötig ist. Das Gremium werde "von Entscheidungen ferngehalten", wie Michael Geck (CSU) monierte. Er wurde sich allerdings mit Töpper einig, den vorgelegten Entwurf mit der Verpflichtung des Landrats zu ergänzen, den Ausschuss über die entschiedenen Regelförderungen zu informieren.

Als Alfred Schmitt (AfD) vernahm, dass es in den vergangenen zehn Jahren nur 15 Förderverfahren gegeben habe, wunderte es ihn erst recht, weswegen der Ausschuss angesichts solch geringen Aufwands nicht generell entscheiden soll. Er stimmte aber nicht gegen die Neufassung des Regelwerks.

Nächster Schritt zur Bildungsregion

Einen Schritt weiter ist der Landkreis Schweinfurt bei der Teilnahme an der Initiative "Bildungsregionen in Bayern." Der Ausschuss stimmte dem Aufbau einer gemeinsamen Geschäftsstelle mit der Stadt Schweinfurt zu, die mit zwei Mitarbeitern im Rathaus entstehen soll. Personal- und Sachkosten teilen sich Stadt und Landkreis. Die AfD stimmte dagegen. Die Stadt Schweinfurt hatte den Aufbau dieser Zentrale im Dezember befürwortet. Grob formuliert, geht es bei dem Projekt darum, junge Menschen "in besonderen Lebenslagen" zu begleiten, Hilfsangebote zu stärken, Schulen zu vernetzen, Übergänge wie Kita zu Grundschule zu begleiten, Familien zu stärken und Netzwerke aufzubauen.

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