Michelau

Lastwagen verliert Diesel und Milch

Am Montagabend geriet auf der geraden Strecke zwischen Dingolshausen und Michelau ein Milch-Tankwagen von der Fahrbahn ab. Feuerwehren und Rettungsdienst waren im Einsatz
Bei einem Unfall zwischen Dingolshausen und Michelau wurde in der Nacht zum Dienstag ein Milch-Laster schwer beschädigt. Der Fahrer kam verletzt in eine Klinik.
Foto: Klaus Vogt | Bei einem Unfall zwischen Dingolshausen und Michelau wurde in der Nacht zum Dienstag ein Milch-Laster schwer beschädigt. Der Fahrer kam verletzt in eine Klinik.

Am Montagabend geriet auf der geraden Strecke zwischen Dingolshausen und Michelau ein Milch-Tankwagen von der Fahrbahn ab. Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt alarmierte um 22.55 Uhr die Feuerwehren aus Michelau und Gerolzhofen zur Hilfeleistung. 

Den an der Unfallstelle zu erkennenden Spuren zufolge war der Fahrer des Lkw mit seinem 26-Tonner laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache zunächst auf die Gegenfahrbahn, dann ins linke Bankett und schließlich in den Graben geraten. Dort prallte das Führerhaus mit voller Wucht zunächst gegen den Wasserdurchlass einer Feldweg-Zufahrt. Es brauchte dann noch über 50 Meter, ehe der schwer beschädigte Lkw im Straßengraben endgültig zum Stehen kam.

 

Autofahrerin alarmiert die Retter

Offenbar sind mehrere Verkehrsteilnehmer an der Unfallstelle vorbeigefahren, ohne anzuhalten. Erst einer Frau aus dem Landkreis Haßberge, die im Bereich der Unfallstelle von einem dritten Fahrzeug überholt worden war, kam die Situation mit dem Lkw im Graben im Nachhinein doch seltsam vor, weshalb sie in Michelau ihr Auto wendete und zurück zur Unfallstelle fuhr. Dabei erkannte sie, dass der blutüberströmte Lkw-Fahrer aus dem Führerhaus heraus offenbar mit einer Taschenlampe oder dem Handy-Licht versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Die Frau alarmierte umgehend die Retter. Der BRK-Rettungsdienst brachte den verletzten Fahrer nach der Erstversorgung in eine Schweinfurter Klinik.

Derweil bemühte sich die Feuerwehr erfolgreich, am Lkw den Milchtank abzudichten. Durch den Aufprall auf den Wasserdurchlass war allerdings auch der Dieseltank des 26-Tonners aufgerissen worden. Entlang der langgezogenen Unfallstelle sind nach Schätzungen der Polizei Gerolzhofen rund 300 bis 400 Liter Diesel ausgelaufen und im Straßengraben beziehungsweise auf dem Feldweg versickert. Das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen wurde verständigt. Ein Behördenvertreter verschaffte sich noch in der Nacht vor Ort einen ersten Überblick und wird sich um die Umweltverschmutzung kümmern.

Der Schaden am Lkw wird von der Polizeiinspektion auf etwa 20 000 Euro geschätzt. Durch die möglicherweise anstehende Entsorgung des mit Diesel verseuchten Erdreichs dürften sich die Kosten aber noch erhöhen.

Die Feuerwehr Gerolzhofen hatte nach der Rückkehr vom Lkw-Unfall nur wenige Stunden Pause. Gegen 5 Uhr morgen kam der nächste Alarm für ein eiliges Türe-Öffnen im Karl-Friedrich-Zelter-Weg in Gerolzhofen.

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