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Leserforum: Eher eine Wunschvorstellung

Zum Artikel "Grüne wollen Steigerwald als Nationalpark" vom 8. August erreichte uns folgende Leserzuschrift:

Die Grünen-Abgeordnete Lisa Badum kam beim Anblick dicker Buchen in der Waldabteilung Kleinengelein zu dem Ausspruch: "So wie hier sollte es im gesamten Nordsteigerwald aussehen." Wenn Frau Lisa Badum allerdings glaubt, dass das Waldbild Kleinengelein einem Buchenurwald nahe kommt, entspricht das nicht den Tatsache, eher einer Wunschvorstellung.

Die dicken Buchen im Kleinengelein sind in erster Linie durch Menschenhand entstanden und in zweiter Linie durch das hohe Alter. Durch Aufzeichnungen ist belegt, dass in dem Bestand 1901 eine scharfe Lichtung und 1915 die stärkste und wahrscheinlich auch die letzte Lichtung erfolgte. Ziel waren die Erzeugung von Starkbuchen so genannte Schaufelbuchen mit einem Brusthöhendurchmesser von mindestens 70 Zentimetern.

 In den umliegenden Dörfern hatte sich eine Kleinindustrie mit der Herstellung von Mälzerschaufeln und Bäckerschiesser etabliert. Mangels geeigneter Klebstoffe mussten diese aus einem Stück hergestellt werden und benötigten deshalb diese Starkbuchen. In Buchenurwäldern herrscht ein dichtes Gedränge von lediglich Buchen, die sich den Platz an der Sonne streitig machen. Ich war vor einigen Jahren in Rumänien in einem Buchenurwald unterwegs. Man geht kilometerweit, ehe man eine Buche in Kleinengelein-Dimension findet.

Helmut Bühner 
97513 Michelau

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