Grafenrheinfeld

Leserforum: Entscheidung der Mehrheit

Zum Artikel MainCenter vom 25. Januar erreichte die Redaktion folgender Leserbrief: 

Nachdem in Corona-Zeiten keine Argumente in öffentlichen Versammlungen und auch nicht in kleineren Kreisen persönlich ausgetauscht werden können, sind Leserbriefe und Berichte in der Presse umso wichtiger für die Information der Bürger.

Es geht nur darum, ob der jetzige Edeka-Markt mittelfristig lebensfähig ist oder nicht. Und ob wir dauerhaft eine gute Nahversorgung brauchen/wünschen. Es zählen nur die Fakten, nicht Hoffnungen, Annahmen oder Wünsche Einzelner. Und das sind die Fakten: Sowohl die Edeka-Unternehmensgruppe als auch der Pächter werden im alten Markt keine größeren Reparaturen und keine Investitionen mehr umsetzen. Das haben sie unmissverständlich ausgedrückt. Der Markt wird geschlossen, sobald größere finanzielle Aufwendungen anstehen. Hohe Unterhaltskosten, miserable Energiebilanz, fehlende Parkplätze und letztlich eine viel zu kleine Verkaufsfläche sind die Hauptgründe für die fehlende Zukunftsfähigkeit des bisherigen Edeka-Ladens.

Nachdem er nicht zukunftsfähig ist, war und ist die Entscheidung des Gemeinderates richtig und sollte auch konsequent weitergeführt werden. Wir brauchen für alle unsere Bürger dauerhaft eine gute Nahversorgung. Der Flächenverbrauch kann niemanden begeistern, aber die hohe Zahl der Parkplätze bestimmt der Gesetzgeber und nicht die Gemeinde.

Es ist schon interessant, dass plötzlich Wünsche nach Bürger-Workshops kommen: Bei der vergangenen Wahl haben alle politischen Gruppierungen händeringend nach Kandidaten für das Amt des Gemeinderates gesucht. Dort hätten sich die Gegner des Maincenters viel besser organisieren und einbringen können. Dieses Gremium ist der „gewählte Workshop“ für die Entwicklung unserer Gemeinde und er macht seine Arbeit ganz gut.

Tauschen wir also in den nächsten Wochen noch intensiver die echten Argumente aus. Nehmen wir am 18. April hoffentlich mit großer Beteiligung an den beiden Bürgerentscheiden teil und akzeptieren dann die Entscheidung der Mehrheit. Bürgerentscheid und Ratsentscheid sind gewollte Wege der Demokratie, wenn einzelne Gruppierungen glauben, dass die Entscheidung des gewählten Gemeinderates nicht der Mehrheit der Meinung der Bürger entspricht. Danach wissen wir es.

August Weth

97506 Grafenrheinfeld

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