Gerolzhofen

Leserforum: Es wäre ein Verlust für Kulturinteressierte

Zum Artikel "Pfarrer Hersam Haus auch nur bis 22 Uhr" vom 25. Juli erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Gerolzhofen im Dornröschenschlaf oder Wer über den eigenen Tellerrand nicht hinausschauen kann, hat das Duo Kirchhof/ Hofmann nicht verdient!

Was müssen die beiden eigentlich noch beweisen, damit auch der letzte Entscheidungsträger merkt, dass sie den Aufruf :„Bringt Kultur in den ländlichen Raum“, ernst nehmen.

Da werden seit Jahren in dem kleinen Gerolzhofen unglaubliche Theaterprojekte in die Tat umgesetzt. Zuschauer kommen in Scharen und die nicht nur aus dem Landkreis. Selbst Personen wie der Landesbischof Bedford-Strom war angetan von der Resonanz, der Aktualität, der Leistung der vielen Schauspieler aus der Stadt Gerolzhofen mit ihrer Regisseurin Silvia Kirchhof.

Und das war längst nicht das einzige Theaterprojekt und die einzige Aktivität, die Frau Kirchhof in den letzten zehn Jahren umsetzte. Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass in einer Zeit, in der so mancher Ort sich ein zeitgemäßes kulturelles „Aushängeschild“ schafft  – die Stadt Gerolzhofen und das Landratsamt Schweinfurt keine Möglichkeit findet, das handfeste Konzept mit zu unterstützen.  

Frau Kirchhof und Herr Hofmann gingen mit Herzblut an die Aufgabe heran: Kultur im ländlichen Raum aufzubauen, genau das was auch politisch gewünscht wird. Dafür erwarben sie jetzt unter anderem eine eigene Immobilie, um ein Theater in Gerolzhofen aufzubauen.

Endlich hätte Gerolzhofen, das seit Jahren nicht mit den Orten an der Mainschleife konkurrieren kann, ein Alleinstellungsmerkmal. Denn mal ehrlich, wer würde denn freiwillig nach Gerolzhofen fahren, wenn es den Iff und die Kirchhoff nicht gäbe.

Alles schien in trockenen Tüchern und dann kamen die Auflagen vom Landratsamt.

Wer von Kultur nur etwas versteht, weiß, dass man ein Theater nicht führen kann, wenn alle Leute bis um 22 Uhr das Haus zu verlassen haben. Oder soll man zu den Künstlern sagen: Spielt halt etwas schneller, sprecht mit den Leuten danach etwas weniger und trinken könnt ihr dann in einer anderen Gaststätte.

Wenn es in diesem Fall, bei all dem erbrachten Engagement, keine andere Lösung gibt, dann hat Gerolzhofen Kirchhoff/Hofmann nicht verdient.  

Es wäre sehr schade um die Region und ein Verlust für alle Kulturinteressierte.

Angelika Scheidig
97509 Unterspiesheim

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