Dingolshausen

Leserforum: Steigerwald braucht keinen Nationalpark

Zum Artikel "Kanibers Plan für den Wald: Ein Nationalpark in Häppchen" vom 31. Mai erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Ministerpräsident Markus Söder steht zu seiner Aussage: Kein Nationalpark Steigerwald und auch nicht in Häppchen. Am Freitag, 29. Mai, wurde von Landwirtschaftsministerin Kaniber bekannt gegeben, dass circa 5000 Hektar Staatswald in Zukunft den Status eines Naturwaldes erhalten. Betroffen sind unter anderem circa 850 Hektar im Steigerwald in der Nähe von Knetzgau.

Mit dieser Entscheidung fallen diese Flächen dauerhaft aus der Nutzung für die Bevölkerung heraus. Trotzdem geht es den Grünen und den Nationalparkfreunden nicht weit genug. Die populistische Politikerin Lisa Badum kann es einfach nicht verstehen, dass die Steigerwälder keinen Nationalpark brauchen und wollen. Das Gebräu aus Ideologie und Halbwahrheiten aus Ihrem Munde ist immer die alte gleiche Leier, wann kommt mal was Intellektuelles.

Was Sie und der ehemalige Landrat Denzler mit der Forderung nach einem Nationalpark wollen, ist doch klar: sich ein Denkmal setzen. Für Sie spielt es keine Rolle, dass Arbeitsplätze in den Sägewerken und Holzindustrien verloren gehen. Auch auf weiter genutzte Wälder, die an diese Zonen angrenzen, wird das Auswirkungen haben – Wertverlust und Schädlingsbefall sind nur zwei von vielen Themen, welche jetzt auf die Bewohner in der Region Steigerwald zukommt.

Es war auch klar, dass danach wieder eine Reihe von Interessengruppen aus der Deckung kommt, denen das alles nicht genug ist. Gegenseitig versucht man sich mit noch weitergehenden Vorschlägen zu überbieten, als wären die Nachteile für die Bevölkerung vor Ort nicht schon groß genug. Überzeugend sind die Argumente der Befürworter nach wie vor nicht.

Was in dem Zusammenhang auch auffällt, ist die Zurückhaltung mancher politischer Mandatsträger. Während sich der hiesige Stimmkreisabgeordnete Gerhard Eck stark für die lokale Bevölkerung einsetzt und dafür teilweise primitivste Attacken (zum Beispiel von einem grünen MdL, der gerne diverse "tote Pferde" reitet oder dem Kreisrat Vizl) erdulden muss, glänzt seine Kollegin aus dem Stimmkreis Kitzingen – Barbara Becker – mit medialer Abwesenheit bei umstrittenen Themen. Über die Gründe dafür kann man nur spekulieren. Vielleicht ist es halt einfach leichter, Parteifreunde für ihre Frisuren und ihren Bekleidungsstil zu kritisieren, als sich den Diskussionen um die Zukunft unserer Region zu stellen.

Hans-Walter Schmalzbauer
97497 Dingolshausen

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