Sulzheim

Leserforum: Von Vergiften kann keine Rede sein

Zum Artikel "Naturschützer kritisieren `Giftdusche`" (Ausgabe vom 15. Mai) erreichte  die Redaktion folgender Leserbrief.

Als Besitzer einer kleinen Waldfläche mit einem alten Eichenbestand wurde ich, wie die anderen Waldbesitzer, vom Forstamt Schweinfurt über die geplante Maßnahme gegen den Schwammspinner vorab im Februar informiert. Das Amt legte seine Gründe für die Maßnahme dar und beschrieb die Güterabwägung, ob und wann die Maßnahme stattfinden sollte.

Durch die Trockenheit der Vorjahre geschwächt, so mussten die Bäume heuer in die Vegetation gehen. Daher war es für mich keine Frage, dass ich die Eichen vor dem Schädling schützen lassen wollte. Mir sind Waldspaziergänge aus den Vorjahren im Gedächtnis, als ich unter kahlgefressenen Kronen statt im kühlen Schatten in der prallen Sonne stand, da das Laub der Bäume zum großen Teil vom Schwammspinner weggefressen war.

Es sollte jedem klar sein, dass alte, ökologisch wertvolle Bäume das nicht oft mitmachen können und dass sie vor Kahlfraß dringend zu schützen sind. Von einem Vergiften der Wälder durch die Maßnahme kann keine Rede sein. Es wurde gezielt ein Pflanzenschutzmittel eingesetzt, um den Wald vor dem Schwammspinnerbefall zu bewahren.

Baumschutz ist Arten- und Klimaschutz. Wenn wir den Wald kahlfressen lassen, werden wir später keine Tag- und Nachfalter und keine Schmetterlinge mehr haben, und Flächen für die Wasserspeicherung gehen verloren.

Ich danke dem Forstamt, dass es diese Schutzmaßnahme für unseren Wald veranlasst und durchgeführt hat.

Erich Walter
97497 Dingolshausen

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